Einzel-Downloads geschützt ausliefern

[dt_sc_toggle title=“Vorwort“]In diesem Teil sowie folgenden Artikeln stelle ich Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten vor, Downloads nach dem Kauf automatisch und geschützt ausliefern zu lassen. Damit Sie nicht jedesmal nach einem Kauf Ihren Kunden das Produkt manuell per Email zusenden müssen (was nicht nur Ihre Zeit kostet, sondern auch den Kunden auf sein Produkt warten lässt), benötigen Sie also eine entsprechende scriptbasierte Lösung, die das automatisch für Sie erledigt. Im folgenden stelle ich Ihnen einige Möglichkeiten vor.[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“Einleitung: Wie digitale Produkte automatisch nach dem Kauf bereitgestellt werden“] Was abläuft, wenn ein Käufer auf den Kaufen-Button klickt und eine Zahlung über einen externen Zahlungsdienstleister durchführt und wie ein Downloadprodukt automatisch ausgeliefert wird, beschreibe ich kurz nachfolgend:

Der Bestell-Button ist mit einem Script/Formularcode hinterlegt, das die Web-Adresse zu dem Zahlungsanbieter enthält sowie (meist verschlüsselte) Daten, die über das Produkt und den Kauf mitgesendet werden. Klickt ein Käufer darauf, wird er auf die jeweilige Zahlungsanbieter-Seite weitergeleitet. Dieser kann nach der erfolgreichen Zahlung des Kunden bestimmte Daten an den Verkäufer zurücksenden (z.B. bestimmte Zahlungsinformationen wie Name des Kunden, Kaufbetrag, Produktname oder auch verschlüsselten Code). An dieser Stelle setzt dann ein Script an, daß aufgrund der empfangenen Daten die automatische Auslieferung der Download-Datei übernimmt.

Nehmen wir hier als Beispiel Paypal, einer der am häufigsten verwendeten Online-Zahlungsanbieter im Handel mit digitalen Gütern wie eBooks, MP3, Hörbücher, etc. Paypal empfängt Zahlungen und kann Zahlungsdaten an den Verkäufer zurücksenden, bietet selbst aber keine Möglichkeit, eine Downloaddatei über die eigenen Server ausliefern zu lassen. Es gibt mehrere Wege, den Download direkt nach dem Kauf bereitzustellen. Die einfachste Variante ist das Hinterlegen einer sogenannten Rückleitungs-URL bei Paypal, auf die der Käufer nach der Zahlung zurückgeleitet wird. Diese Variante ist jedoch mit mehreren Nachteilen behaftet. Zum einen erfolgt die Rückleitung nicht automatisch, der Käufer muß erst auf „Zurück zum Händler“ klicken, was oftmals übersehen werden kann. Zum anderen muß man die Download-Seite öffentlich bereitstellen, wodruch auch Unbefugte von außen darauf zugreifen können. Man kann der HTML-Seite zwar einen kryptischen Namen verpassen und per Einfügen von <META NAME=“ROBOTS“ CONTENT=“NOINDEX, NOFOLLOW“> verhindern, daß diese im Suchmaschinen-Index aufgenommen wird, dennoch kann jeder, der die URL kennt oder herausfindet auf die Downloadseite und Ihr Produkt zugreifen.

Um unbefugte Zugriffe auf Ihr Download-Produkt zu verhindern, benötigen Sie also eine scriptbasierte Lösung, wie z.B. S2Member, das ich im Video-Tutorial vorstelle.

Nachfolgend eine kleine visuelle Abbildung der Abläufe, wenn eine Zahlungsabwicklung über Paypal und die Auslieferung des Downloadproduktes über S2Member erfolgt:


[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“Digistore24 (Empfehlung)“] Digistore24 ist ein Full-Service-Dienstleister für die Abwicklung von Zahlungen und Partnerprogramm. Mehr Infos: https://doc.digistore24.com/produktverkauf/die-grosse-einleitung-produktverkauf-bei-digistore24/

Mit Digistore24 können Sie auch digitale Produkte wie Ebooks nach dem Kauf automatisch ausliefern lassen. Eine Anleitung finden Sie unter diesem Link: https://doc.digistore24.com/produktverkauf/verkaufsprozess/sichere-produktauslieferung-durch-den-digistore24-download-tresor/

Digistore24 stellt darüberhinaus einige Schnittstellen zu Mitglieder-Systeme und Autorespondern, siehe auch https://doc.digistore24.com/technik/anbindungen/welche-systeme-koennen-an-digistore24-angebunden-werden/

Ein großer Vorteil von Digistore24 liegt darin, dass nicht nur die meisten gängigen  Zahlungsarten angeboten werden, sondern dass sie auch als Vekäufer (Reseller) gegenüber Ihren Kunden auftreten und somit die komplette Abwicklung übernehmen. Sie müssen sich dadurch also weder um die Rechnungsstellung noch  die sich immer wieder ändernden AGB-Vorschriften kümmern. Mehr Infos siehe auch: https://doc.digistore24.com/verwaltung/konto/resellermodell-wer-ist-der-vertragspartner-der-endkunden/
[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“Paypal mit S2Member“] In diesem Teil stelle ich Ihnen das kostenlose WordPress-Plugin S2Member vor, welches zwar hauptsächlich für den Bereich WordPress-Mitgliederseiten eingesetzt wird (dazu gibt es später evtl. noch einen separaten Workshop von mir), aber durchaus auch für den reinen Verkauf und die Auslieferung von Einzel-Downloadprodukten eingesetzt werden kann. Wie Sie S2Member installieren und so konfigurieren, daß Ihr Kunde nach Paypal-Zahlung automatisch Zugang zu einer geschützten Seite mit einem ebenfalls geschützten Downloadlink erhält, erfahren Sie im folgenden Video:


[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“Vergleich: Clickbank oder ShareIt?“]

 In diesem Teil stelle ich Ihnen die weiteren beiden  Fullservice-Zahlungsdienstleister share-it! und Clickbank vor. Eins vorab: Ich möchte hier keinerlei Diskussionen darüber lostreten, welcher der beiden der bessere Anbieter ist. Vielmehr möchte ich möglichst neutral die jeweiligen Vorzüge und evtl. Nachteile auflisten. Vielleicht hilft Ihnen das bei Ihrer Entscheidung, welcher davon besser zu Ihrem Angebot und Ihrer geschäftlichen Ausrichtung passt.

1. share-it!

Share (ursprünglich Digital River)  ist ein Fullservice-eCommerce-Anbieter, der eine Komplettlösung für den gesamten Backend-Prozess wie Zahlungsabwicklung, Produktauslieferung an den Kunden, Rechnungsstellung sowie Affiliate-Management bereitstellt. Weil share-it! nicht nur ein reiner “Zahlungsabwickler” ist, sondern auch sehr viele nützliche Marketing-Tools vereint, setzen viele Internet-Marketer share-it! sogar als einzige Komplettlösung ein.

Vorteile einer Nutzung über share-it!:

  • share-it! übernimmt die komplette Abwicklung: Angefangen bei der sicheren Zahlungsabwicklung bis hin zur Auslieferung des Produkts an die Kunden
  • Kostenlose und unkomplizierte Anmeldung. Erst bei einem Produktverkauf fallen Gebühren an
  • Produkte werden in der Regel sofort freigegeben
  • Nicht nur Einzel-Produkt-Verkauf möglich, sondern share-it! bietet auch eine Online-Shop-Funktion mit Warenkorb-System. Die Shop- und Bestellseiten können einfach an das bestehende Design der eigenen Website angepasst werden. Auch wiederkehrende Zahlungen (z.B. für Abo-Angebote) können über share-it! automatisch abgewickelt werden.
  • Keine weiteren Zahlungsmodule für Ihre Verkaufsseiten nötig: Ihren Kunden stehen über share-it! zahlreiche gängige Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte, Paypal, Giropay (sicheres Direkt-Onlinebanking), Banküberweisung, Scheck und Lastschrift zur Verfügung
  • share-it! erstellt die Rechnungen direkt an Ihre Kunden, Sie müssen selbst keine Rechnungen an die Kunden mehr ausstellen (sofern Sie nur über share-it! verkaufen), das spart Zeit und Geld
  • Sie müssen sich nicht mit der zeitraubenden Erstellung einer gesetzeskonformen Widerrufsbelehrung sowie AGB auseinandersetzen (sofern Sie nur über share-it! verkaufen)
  • Sie können sofort Ihr eigenes Partnerprogramm anbieten, da dies bereits bei share-it! integriert ist. Dadurch benötigen Sie kein Extra-Partnerprogramm-Modul und ebenfalls keine eigenen Partnerprogramm-AGB
  • Integrierte Marketing-Tools wie Cross-Selling (ein oder mehre zum Produkt passende Artikel werden im Warenkorb mit angeboten), Upsells, und weitere

Nachteile:

  • Die Gebühren betragen je nach Modell 8,9 % (FLEX) bzw. 4,9 % (VALUE) + € 1 je Produkt. Eine Übersicht inkl. Beispielrechner gibt es auf: https://secure.shareit.com/shareit/signup.html? random=791804d20a5ec04343ab440aa21ebcb0&languageid=2
    Empfehlenswert finde ich die FLEX-Variante, da man hier selbst entscheiden kann, wie man sein Produkt ausliefern möchte und die Gebühren nur geringfügig höher ausfallen.
  • Man erhält die Zahlungen nicht sofort, die Auszahlungsdauer kann im Extremfall 4-6 Wochen betragen
  • Für Affiliates etwas kompliziertes und erklärungsbedürftiges Partnerprogramm. Es sind mehrere Schritte erforderlich, um einen Affiliate-Link zu generieren
  • First-Cookie-Wins-Prinzip: Bei share-it! sind einmal gesetzte Cookies 6 Monate gültig (solange sie nicht manuell gelöscht werden). Das bedeutet, dass nachfolgende Affiliates leer ausgehen, wenn bei deren geworbenen Kunden zuvor bereits vorher ein Cookie von einem anderen Affiliate gesetzt wurde. Ob das so ist, kann man als Affiliate nie wissen und so bleibt für den Affiliate immer der Unsicherheitsfaktor, ob seine Bemühungen sich überhaupt auszahlen. Und den Interessenten zur Cookie-Löschung aufzufordern, ist keine besonders elegante Lösung. Besonders gravierend ist die Tatsache, dass der gesetzte Cookie nicht nur für das eine Produkt des jeweiligen Anbieters gilt, sondern gar die komplette Produkt-Palette! Hat ein Affiliate nur für ein Produkt sein Cookie beim Kunden gesetzt, erhält er eine Provision auch dann, wenn ein anderer Affiliate ein anderes Produkt des Anbieters bewirbt! Diese Problematik wurde auch kürzlich mit einem sehr ausführlichen Artikel von Dirk Hennigsen auf seinem Blog beschrieben und diskutiert, wer mehr darüber wissen will: siehe hier

2. ClickBank

Während share-it! hauptsächlich im deutschsprachigen Raum vertreten ist, gehört ClickBank als seit 1998 bestehendes international ausgerichtetes Unternehmen zu den weltweit größten Marktplatz-Anbietern für digitale Produkte mit mehr als 50.00 Produkten und 100.000 Affiliates. 2009 brachte ClickBank endlich auch eine deutschsprachigen Version online, was seitdem zu einer immer stärker wachsenden Zahl an deutschsprachigen Vendoren (Verkäufer) sowie Affiliates führte.

Vorteile einer Nutzung über ClickBank:

  • Auch ClickBank integriert gängige Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte, Paypal, Banküberweisung, Scheck und Lastschrift und stellt ebenfalls die Möglichkeit der Abozahlungen bereit
  • Ebenfalls übernimmt ClickBank die Abwicklung der kompletten Aftersales-Transaktionen, angefangen bei der Zahlungsabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung und Produktauslieferung
  • Einfach zu bedienendes Affiliate-System und zusätzlich eigener Marktplatz für Affiliates. Vorteil: Das freigeschaltete Produkt steht sofort (sofern man diese Option zulässt) einer großen Zahl potentieller Affiliates zur Verfügung. Dazu stellt ClickBank einen Martplatz bereit, auf dem die Angebote übersichtlich in Kategorien aufgelistet werden. Besonders deutsche Produkte sind bei vielen deutschsprachigen Affiliates beliebt, die gegenüber den englischen Produkten noch immer in der Minderzahl vertreten sind. Oft finden sich schon am Tag der Produkt-Veröffentlichung die ersten Affiliates, die das Produkt bewerben möchten.
  • ClickBank stellt eine API-Schnittstelle bereit, die von sehr vielen Scripten unterstützt wird (insbesondere aus dem englischsprachigen Raum stammende Mitgliedersysteme wie z.B. auch das kostenlose S2Member), die Einbindung ist meistens in wenigen Minuten erledigt. Eine automatisierte Abo-Seite ist so relativ einfach zu realisieren
  • Last-Cookie-Wins-Prinzip: Der letzte gesetzte Cookie macht das Rennen bei einem Verkauf. Somit kann der Affiliate sichergehen, dass seine Werbe-Bemühungen nicht einem vorherigen Affiliate zugute kommen. Nachteil: Ein mit z.B. einem aufwändig erstellten Bericht geworbener Interessent, der sich aufgrund dessen für das Produkt entscheidet, dann aber später über einen anderen Affiliatelink kauft

Nachteile:

  • Gebühren: Es fällt eine einmalige Kontoaktivierungs-Gebühr von 49,95 USD an sowie Gebühren von 7,5 % + 1 USD pro Produkt-Verkauf. Eine Übersicht der Gebühren gibt es auf dieser Seite: http://www.clickbank.com/help/de/hilfe-fur-vendoren/verkaufsgrundlagen/kosten-fur-clickbank-vendoren/
    Etwas verwirrend ist die Angabe von 92,5% . Clickbank stellt hierbei sein Gebühren-Berechnungsmodell unter dem Aspekt des Produkteinkaufs dar.  Das heißt, ClickBank tritt als Verkäufer gegenüber Ihren Kunden auf und verkauft diesen Ihre Produkte sozusagen als Reseller weiter. So gesehen sind Sie derLizenzgeber, der ClickBank Wiederverkaufsrechte an Ihren Produkten einräumt und dafür eine Lizenzgebühr erhält (in Höhe der 92,5 % vom Produktpreis)
  • ClickBank überprüft jede Verkaufsseite vor der Veröffentlichung unter restriktiven Maßstäben. Das ist insofern jedoch nicht unbedingt als Nachteil anzusehen, da es für jeden seriösen Unternehmer selbstverständlich sein sollte, einen bestimmten Qualitätsstandard für seine Produkte und Angebote anzusetzen und einzuhalten
  • ClickBank zwingt seine Verkäufer zur Einräumung einer 60-Tage Geld-Zurück-Garantie, woraus auch der von ClickBank zusätzlich erhobene Sicherungseinbehalt (für 84 Tage) von 10%  je Produktverkauf (20% bei Abos) für Rückstellungsbuchungen aus eventuellen Produkt-Stornos resultiert. Hier merkt man schon sehr deutlich die Herkunft ClickBanks aus dem englischsprachigen Raum, wo aufgrund der massiven Verbreitung minderwertiger Info-Produkte es aus Sicht des Anbieters unumgänglich war, entsprechend restriktive Regeln für Verkäufer anzusetzen. Nur so war es möglich, gegenüber den Kunden auch langfristig den Ruf einer zuverlässigen und kundenfreundlichen Bezahl-Plattform zu erhalten
  • Für Neu-Kunden gibt es eine Limitierung des Produktpreises von maximal ca. € 75 (100 USD) . Produkte mit höheren Verkaufspreisen können erst nach mehreren zuverlässig abgewickelten Transaktionen angeboten werden. Betrachtet man das jedoch unter dem Gesichtspunkt, daß ClickBank langfristig zuverlässige Geschäftsbeziehungen mit seinen Kunden anstrebt, ist dieses Modell zwar nachvollziehbar, jedoch ärgerlich für Kunden, die überwiegend hochpreisige Produkte anbieten. Hier sollte zumindestens eine individuell flexible Regelung nach Prüfung möglich sein. Als ich mich vor einigen Monaten bei ClickBank angemeldet hatte, war es mir wegen dieser Einschränkung nicht möglich, ein höherpreisiges Webprojekt-Angebot über ClickBank abzuwickeln. Der Support (der nebenbei bemerkt sehr schnell reagierte) teilte mir mit, daß Ausnahmen nicht möglich sind.
  • Man erhält im Gegensatz zu ShareIt keinerlei Informationen über seine Affiliates


Nicht unerwähnt lassen sollte man jedoch die Nachteile bei beiden Systemen für Kleinunternehmer:

Wer unter die Kleinunternehmerregelung fällt, kann sein Produkt über share-it! oder ClickBank nicht netto (also ohne den in Deutschland üblichen UST-Satz von derzeit 19%) verkaufen. Da share-it! und ClickBank gegenüber Ihren Kunden als Verkäufer auftreten, wird immer die im jeweiligen Land des Käufers geltende Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis mit aufgeschlagen. Wenn Sie z.B. als Kleinunternehmer ein Produkt für € 27 anbieten, zahlt Ihr Kunde € 27 + 19% = 32,13 (wenn Sie nicht B2B verkaufen, sind Sie sogar verpflichtet, den Bruttopreis mit ausgewieser UST anzugeben). Das heißt, Sie bieten das Produkt entweder für € 32,13 an oder Sie setzen den Nettopreis von € 22,69 an, wodurch Sie auf die Differenz zu € 27 verzichten müssen.

Hier mal eine grob vereinfachte Beispielrechnung für Kleinunternehmer:

Produktpreis: € 20
Abzüglich 19% MwSt: € 16,80
Abzüglich Gebühren ca. 9% : € 15,29

Nehmen wir an, Sie verkaufen Ihr Produkt ca. 10x im Monat, bliebe bei einem Verkauf über die o.g. Anbieter ein Erlös von etwas über € 150. Würden Sie das Produkt über Anbieter verkaufen, die nur die reine Zahlungsabwicklung und ggfl. Schnittstellen für die Produktauslieferung bereitstellen wie z.B. Paypal oder Micropayment, fallen Gebühren von ca. 3% an und Ihr Erlös beträgt € 194, was immer schon knapp € 44 mehr im Monat ausmacht.

Wenn Sie sich jedoch für einen der obengenannten Fullservice-Anbieter entscheiden, sparen Sie wiederum Zeit und Kosten, die Sie für die Einrichtung der Buchhaltung und Rechnungsstellung, Steuererklärung (da Sie selbst die einzelnen Abrechnungen erstellen müssen), geschütze Produktauslieferung, Affiliate-Programm und Abrechnungen (inkl. Auszahlung), AGB-Erstellung, etc. aufwenden müssten. Rechnet man diesen erhöhten administrativen Aufwand dagegen, bleibt von der Einsparung kaum etwas übrig, es sei denn, Sie setzen bereits auf ein weitgehendes automatisiertes After-Sales-System.

Wie Sie die Zahlungsmodule von ShareIt und ClickBank einbinden können, erfahren Sie in den Video-Tutorials, auf die Sie als Newsletter-Abonnent kostenlos über einen internen Mitgliederbereich zugreifen können.

[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“Clickbank“]

[membership_download_item_txt link=“http://www.internetunternehmerakademie.de/wp-content/uploads/downloads/clickbank-dankeseite-phpcode-beispielscript.zip“ + target=“_self“]Beispielscript für Dankeseite[/membership_download_item_txt]I

Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob Sie ShareIt oder lieber Clickbank einsetzen möchen, lesen Sie als Entscheidungshilfe auch meinen Blog-Artikel, in dem ich die beiden Anbieter vergleiche und auf die jeweiligen Vor- bzw. Nachteile eingehe, zu finden unter diesem Link.

Teilen Sie mir Ihre Meinung mit

Hat Ihnen der Workshop weitergeholfen? Dann würde ich mich freuen, wenn Sie mir kurz Ihre Meinung mitteilen: Mehr Infos über diesen Link
[/dt_sc_toggle] [dt_sc_toggle title=“ShareIt“]

- Dieser Inhalt ist exklusiv für Premium-Mitglieder -

Möchten Sie Zugang zu diesem Workshop und allen weiteren Schulungsinhalten mit professionellem Wissen zu den Themen Website-Erstellung, Content-Erstellung, Marketing-Strategien und Traffic-Aufbau erhalten? Dann klicken Sie hier:

Mehr Infos zur Premium-Mitgliedschaft

Oder hier klicken für sofortigen Zugang zu allen Kurs-Inhalten

Wenn Sie bereits ein Konto haben, melden Sie sich mit Ihrem Nutzernamen und Passwort hier an: http://www.internetunternehmerakademie.de/login In diesem Teil stelle ich Ihnen die beiden bekanntesten Fullservice-Zahlungsdienstleister share-it! und Clickbank vor. Im ersten Videoteil auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie mit share-it! einen Zahlungs-Button erstellen und einbinden können.

1. share-it!

Share (ursprünglich Digital River) ist ein Fullservice-eCommerce-Anbieter, der eine Komplettlösung für den gesamten Backend-Prozess wie Zahlungsabwicklung, Produktauslieferung an den Kunden, Rechnungsstellung sowie Affiliate-Management bereitstellt. Weil share-it! nicht nur ein reiner „Zahlungsabwickler“ ist, sondern auch sehr viele nützliche Marketing-Tools vereint, setzen viele Internet-Marketer share-it! sogar als einzige Komplettlösung ein.

Vorteile einer Nutzung über share-it!:

  • share-it! übernimmt die komplette Abwicklung: Angefangen bei der sicheren Zahlungsabwicklung bis hin zur Auslieferung des Produkts an die Kunden
  • Kostenlose und unkomplizierte Anmeldung. Erst bei einem Produktverkauf fallen Gebühren an
  • Produkte werden in der Regel sofort freigegeben
  • Nicht nur Einzel-Produkt-Verkauf möglich, sondern share-it! bietet auch eine Online-Shop-Funktion mit Warenkorb-System. Die Shop- und Bestellseiten können einfach an das bestehende Design der eigenen Website angepasst werden. Auch wiederkehrende Zahlungen (z.B. für Abo-Angebote) können über share-it! automatisch abgewickelt werden.
  • Keine weiteren Zahlungsmodule für Ihre Verkaufsseiten nötig: Ihren Kunden stehen über share-it! zahlreiche gängige Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte, Paypal, Giropay (sicheres Direkt-Onlinebanking), Banküberweisung, Scheck und Lastschrift zur Verfügung
  • share-it! erstellt die Rechnungen direkt an Ihre Kunden, Sie müssen selbst keine Rechnungen an die Kunden mehr ausstellen (sofern Sie nur über share-it! verkaufen), das spart Zeit und Geld
  • Sie müssen sich nicht mit der zeitraubenden Erstellung einer gesetzeskonformen Widerrufsbelehrung sowie AGB auseinandersetzen (sofern Sie nur über share-it! verkaufen)
  • Sie können sofort Ihr eigenes Partnerprogramm anbieten, da dies bereits bei share-it! integriert ist. Dadurch benötigen Sie kein Extra-Partnerprogramm-Modul und ebenfalls keine eigenen Partnerprogramm-AGB
  • Integrierte Marketing-Tools wie Cross-Selling (ein oder mehre zum Produkt passende Artikel werden im Warenkorb mit angeboten), Upsells, und weitere

Nachteile:

  • Die Gebühren betragen je nach Modell 8,9 % (FLEX) bzw. 4,9 % (VALUE) + € 1 je Produkt. Eine Übersicht inkl. Beispielrechner gibt es auf: https://secure.shareit.com/shareit/signup.html? random=791804d20a5ec04343ab440aa21ebcb0&languageid=2
    Empfehlenswert finde ich die FLEX-Variante, da man hier selbst entscheiden kann, wie man sein Produkt ausliefern möchte und die Gebühren nur geringfügig höher ausfallen.
  • Man erhält die Zahlungen nicht sofort, die Auszahlungsdauer kann im Extremfall 4-6 Wochen betragen
  • Für Affiliates etwas kompliziertes und erklärungsbedürftiges Partnerprogramm. Es sind mehrere Schritte erforderlich, um einen Affiliate-Link zu generieren
  • First-Cookie-Wins-Prinzip: Bei share-it! sind einmal gesetzte Cookies 6 Monate gültig (solange sie nicht manuell gelöscht werden). Das bedeutet, dass nachfolgende Affiliates leer ausgehen, wenn bei deren geworbenen Kunden zuvor bereits vorher ein Cookie von einem anderen Affiliate gesetzt wurde. Ob das so ist, kann man als Affiliate nie wissen und so bleibt für den Affiliate immer der Unsicherheitsfaktor, ob seine Bemühungen sich überhaupt auszahlen. Und den Interessenten zur Cookie-Löschung aufzufordern, ist keine besonders elegante Lösung. Besonders gravierend ist die Tatsache, dass der gesetzte Cookie nicht nur für das eine Produkt des jeweiligen Anbieters gilt, sondern gar die komplette Produkt-Palette! Hat ein Affiliate nur für ein Produkt sein Cookie beim Kunden gesetzt, erhält er eine Provision auch dann, wenn ein anderer Affiliate ein anderes Produkt des Anbieters bewirbt! Diese Problematik wurde auch kürzlich mit einem sehr ausführlichen Artikel von Dirk Hennigsen auf seinem Blog beschrieben und diskutiert, wer mehr darüber wissen will: siehe hier

2. ClickBank

Während share-it! hauptsächlich im deutschsprachigen Raum vertreten ist, gehört ClickBank als seit 1998 bestehendes international ausgerichtetes Unternehmen zu den weltweit größten Marktplatz-Anbietern für digitale Produkte mit mehr als 50.00 Produkten und 100.000 Affiliates. 2009 brachte ClickBank endlich auch eine deutschsprachigen Version online, was seitdem zu einer immer stärker wachsenden Zahl an deutschsprachigen Vendoren (Verkäufer) sowie Affiliates führte.

Vorteile einer Nutzung über ClickBank:

  • Auch ClickBank integriert gängige Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte, Paypal, Banküberweisung, Scheck und Lastschrift und stellt ebenfalls die Möglichkeit der Abozahlungen bereit
  • Ebenfalls übernimmt ClickBank die Abwicklung der kompletten Aftersales-Transaktionen, angefangen bei der Zahlungsabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung und Produktauslieferung
  • Einfach zu bedienendes Affiliate-System und zusätzlich eigener Marktplatz für Affiliates. Vorteil: Das freigeschaltete Produkt steht sofort (sofern man diese Option zulässt) einer großen Zahl potentieller Affiliates zur Verfügung. Dazu stellt ClickBank einen Martplatz bereit, auf dem die Angebote übersichtlich in Kategorien aufgelistet werden. Besonders deutsche Produkte sind bei vielen deutschsprachigen Affiliates beliebt, die gegenüber den englischen Produkten noch immer in der Minderzahl vertreten sind. Oft finden sich schon am Tag der Produkt-Veröffentlichung die ersten Affiliates, die das Produkt bewerben möchten.
  • ClickBank stellt eine API-Schnittstelle bereit, die von sehr vielen Scripten unterstützt wird (insbesondere aus dem englischsprachigen Raum stammende Mitgliedersysteme wie z.B. auch das kostenlose S2Member), die Einbindung ist meistens in wenigen Minuten erledigt. Eine automatisierte Abo-Seite ist so relativ einfach zu realisieren
  • Last-Cookie-Wins-Prinzip: Der letzte gesetzte Cookie macht das Rennen bei einem Verkauf. Somit kann der Affiliate sichergehen, dass seine Werbe-Bemühungen nicht einem vorherigen Affiliate zugute kommen. Nachteil: Ein mit z.B. einem aufwändig erstellten Bericht geworbener Interessent, der sich aufgrund dessen für das Produkt entscheidet, dann aber später über einen anderen Affiliatelink kauft

Nachteile:

  • Gebühren: Es fällt eine einmalige Kontoaktivierungs-Gebühr von 49,95 USD an sowie Gebühren von 7,5 % + 1 USD pro Produkt-Verkauf. Eine Übersicht der Gebühren gibt es auf dieser Seite: http://www.clickbank.com/help/de/hilfe-fur-vendoren/verkaufsgrundlagen/kosten-fur-clickbank-vendoren/
    Etwas verwirrend ist die Angabe von 92,5% . Clickbank stellt hierbei sein Gebühren-Berechnungsmodell unter dem Aspekt des Produkteinkaufs dar. Das heißt, ClickBank tritt als Verkäufer gegenüber Ihren Kunden auf und verkauft diesen Ihre Produkte sozusagen als Reseller weiter. So gesehen sind Sie derLizenzgeber, der ClickBank Wiederverkaufsrechte an Ihren Produkten einräumt und dafür eine Lizenzgebühr erhält (in Höhe der 92,5 % vom Produktpreis)
  • ClickBank überprüft jede Verkaufsseite vor der Veröffentlichung unter restriktiven Maßstäben. Das ist insofern jedoch nicht unbedingt als Nachteil anzusehen, da es für jeden seriösen Unternehmer selbstverständlich sein sollte, einen bestimmten Qualitätsstandard für seine Produkte und Angebote anzusetzen und einzuhalten
  • ClickBank zwingt seine Verkäufer zur Einräumung einer 60-Tage Geld-Zurück-Garantie, woraus auch der von ClickBank zusätzlich erhobene Sicherungseinbehalt (für 84 Tage) von 10% je Produktverkauf (20% bei Abos) für Rückstellungsbuchungen aus eventuellen Produkt-Stornos resultiert. Hier merkt man schon sehr deutlich die Herkunft ClickBanks aus dem englischsprachigen Raum, wo aufgrund der massiven Verbreitung minderwertiger Info-Produkte es aus Sicht des Anbieters unumgänglich war, entsprechend restriktive Regeln für Verkäufer anzusetzen. Nur so war es möglich, gegenüber den Kunden auch langfristig den Ruf einer zuverlässigen und kundenfreundlichen Bezahl-Plattform zu erhalten
  • Für Neu-Kunden gibt es eine Limitierung des Produktpreises von maximal ca. € 75 (100 USD) . Produkte mit höheren Verkaufspreisen können erst nach mehreren zuverlässig abgewickelten Transaktionen angeboten werden. Betrachtet man das jedoch unter dem Gesichtspunkt, daß ClickBank langfristig zuverlässige Geschäftsbeziehungen mit seinen Kunden anstrebt, ist dieses Modell zwar nachvollziehbar, jedoch ärgerlich für Kunden, die überwiegend hochpreisige Produkte anbieten. Hier sollte zumindestens eine individuell flexible Regelung nach Prüfung möglich sein. Als ich mich vor einigen Monaten bei ClickBank angemeldet hatte, war es mir wegen dieser Einschränkung nicht möglich, ein höherpreisiges Webprojekt-Angebot über ClickBank abzuwickeln. Der Support (der nebenbei bemerkt sehr schnell reagierte) teilte mir mit, daß Ausnahmen nicht möglich sind.
  • Man erhält im Gegensatz zu ShareIt keinerlei Informationen über seine Affiliates


Nicht unerwähnt lassen sollte man jedoch die Nachteile bei beiden Systemen für Kleinunternehmer:

Wer unter die Kleinunternehmerregelung fällt, kann sein Produkt über share-it! oder ClickBank nicht netto (also ohne den in Deutschland üblichen UST-Satz von derzeit 19%) verkaufen. Da share-it! und ClickBank gegenüber Ihren Kunden als Verkäufer auftreten, wird immer die im jeweiligen Land des Käufers geltende Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis mit aufgeschlagen. Wenn Sie z.B. als Kleinunternehmer ein Produkt für € 27 anbieten, zahlt Ihr Kunde € 27 + 19% = 32,13 (wenn Sie nicht B2B verkaufen, sind Sie sogar verpflichtet, den Bruttopreis mit ausgewieser UST anzugeben). Das heißt, Sie bieten das Produkt entweder für € 32,13 an oder Sie setzen den Nettopreis von € 22,69 an, wodurch Sie auf die Differenz zu € 27 verzichten müssen.

Hier mal eine grob vereinfachte Beispielrechnung für Kleinunternehmer:

Produktpreis: € 20
Abzüglich 19% MwSt: € 16,80
Abzüglich Gebühren ca. 9% : € 15,29

Nehmen wir an, Sie verkaufen Ihr Produkt ca. 10x im Monat, bliebe bei einem Verkauf über die o.g. Anbieter ein Erlös von etwas über € 150. Würden Sie das Produkt über Anbieter verkaufen, die nur die reine Zahlungsabwicklung und ggfl. Schnittstellen für die Produktauslieferung bereitstellen wie z.B. Paypal oder Micropayment, fallen Gebühren von ca. 3% an und Ihr Erlös beträgt € 194, was immer schon knapp € 44 mehr im Monat ausmacht.

Wenn Sie sich jedoch für einen der obengenannten Fullservice-Anbieter entscheiden, sparen Sie wiederum Zeit und Kosten, die Sie für die Einrichtung der Buchhaltung und Rechnungsstellung, Steuererklärung (da Sie selbst die einzelnen Abrechnungen erstellen müssen), geschütze Produktauslieferung, Affiliate-Programm und Abrechnungen (inkl. Auszahlung), AGB-Erstellung, etc. aufwenden müssten. Rechnet man diesen erhöhten administrativen Aufwand dagegen, bleibt von der Einsparung kaum etwas übrig, es sei denn, Sie setzen bereits auf ein weitgehendes automatisiertes After-Sales-System.
[/dt_sc_toggle]