Geld verdienen auf Knopfdruck? – Email-Marketing Grundlagen

Geld verdienen auf Knopfdruck – Funktioniert das wirklich?

Na klar, – wenn Sie es richtig vorbereiten!

Mit einer einzigen E-Mail kann man tatsächlich 3, 4 oder auch 5stellige Einnahmen generieren, wenn man

  • sein E-Mail-Marketing professionell aufbaut,
  • die richtige Strategie zur Kundenansprache entwickelt
  • und natürlich ein gutes Produkt in der Hinterhand hat.

In diesem umfassenden Workshop erfahren Sie alle wichtigen Fakten über Email-Marketing. Er ist auch die perfekte Einleitung auf den Praxisteil – „Erstellung Email-Autoresponder“ und „Newsletter-Marketing“: https://www.internetunternehmerakademie.de/4-marketing-und-traffic/online-marketing-kurse/email-marketing-kurs/.

 Inhaltsverzeichnis:

Relevanz, Relevanz, Relevanz – so bauen Sie ine langfristig erfolgreiche E-Mail-Liste auf

Gewitterwolken überm Horizont

  • Was ist relevant?
  • So bauen Sie eine relevante E-Mail-Liste auf
  • So besser nicht
  • Ohne Einwilligung geht (fast) gar nichts
  • Doppelt hält besser
  • Woher nehmen, wenn nicht stehlen?
  • Adressen sammeln
  • Adressen mieten
  • Adressen kaufen
  • Pflegen Sie Ihre Liste
  • Die Gefahr einer Kettenreaktion
  • So verbrennen Sie am schnellsten Ihre Liste
  • Begeistern, nicht belästigen

Geld verdienen auf Knopfdruck – Es funktioniert wirklich!

  • Jede Menge verschenktes Potenzial
  • E-Mail-Marketing: Geld verdienen auf Knopfdruck
  • Die Grundlagen
  • Autoresponder – Die richtige Software finden
  • Bekannte Mailserver-Anbieter im Praxistest
  • Double Opt-In (doppelte Zustimmung)

Hochwertige E-Mail-Adressen einsammeln und effektive Listen aufbauen

  • Eine der wichtigsten Fragen: Wem schicke ich meine E-Mails und Newsletter?
  • E-Mail-Adressen kaufen
  • E-Mail-Adressen mieten
  • E-Mail-Adressen selbst einsammeln
  • Newsletter = Produkt = Verkaufen
  • Oberstes Ziel – Punktlandung
  • lieber mehr Daten oder lieber mehr E-Mail-Adressen?
  • Kleine Geschenke erleichtern die Freundschaft
  • Woher den Traffic nehmen?
  • E-Mail-Adressen im B2B-Bereich
  • Nur die richtige Adresse ist wirklich wertvoll
  • B2B-E-Mail-Adressen: Nichts für die Ewigkeit
  • Im B2B-Bereich gilt: Klasse statt Masse

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Immer wieder liest man, entscheidend für den Erfolg im Internet ist eine große E-Mail-Liste. In diesem Artikel erzählen wir Ihnen zwar nicht das völlige Gegenteil, wagen aber zu behaupten, daß so manche „große Liste“ in Wirklichkeit gar nicht so groß ist, wie man denkt, denn nicht allein die Anzahl an Adressen ist ausschlaggebend, sondern vor allem die Öffnungs- und Klickraten.

Fast alle E-Mail-Provider bieten mittlerweile kleine Zusatzprogramme, die die E-Mails des Empfängers vorsortieren. Diese kleinen Programme, die „Preferred Inboxes“, haben so manch „große E-Mail-Liste“ mächtig schrumpfen lassen. Dagegen gibt es nur ein Rezept: Relevanz! Relevanz! Relevanz!

Gewitterwolken überm Horizont

Da braut sich mal wieder etwas zusammen hinterm „großen Teich“. Gewitterwolken künden von einem Unheil, das Ihrer E-Mail-Liste schweren Schaden zufügen kann, denn hinter diesen Wolken versteckt sich ein wahres, kleines, Newsletter fressendes Monster, die „Preferred Inbox“.  Der Name mag vielleicht ungefährlich und irgendwie nichtssagend klingen, aber das Teil hat es in sich! Hotmail, Google und Yahoo bieten ihren Nutzern auf Wunsch schon heute die Funktion „Preferred Inbox“ (so viel wie „Sortierter Posteingang“) an. Aktiviert der Nutzer diese Funktion, protokolliert das E-Mail-Programm, welche E-Mails der Leser öffnet und welche eben nicht. Ergänzend versucht es zu analysieren, in welchem Verhältnis Nutzer und Absender zueinanderstehen.

  • Wie oft haben diese E-Mail-Kontakt?
  • Ist dieser Kontakt eher einseitig oder antworten beide Seiten?
  • Sind sie auch auf anderen Diensten vernetzt (Chat, YouTube, Flickr, …)?

Damit wird versucht herauszufinden, welche Relevanz (hier haben wir wieder dieses böse Wort!) die E-Mail eines bestimmten Absenders für den Empfänger haben könnte. Diese wird dementsprechend gewichtet und sortiert. Klingt ganz nach einer Kopie der schon bekannten Facebook-Funktion. Das Social Network zeigt dem Nutzer die Meldungen auf der Pinnwand nicht streng in chronologischer (zeitlicher) Reihenfolge an, sondern sie werden nach bestimmten Kriterien vor- und aussortiert, mit dem  Ziel: Dem Nutzer die relevantesten Meldungen ganz oben zu präsentieren. Zum Beispiel werden Meldungen von anderen Facebook-Freunden, mit denen der Nutzer oft in Kontakt steht oder die schon von vielen anderen gelesen wurden, als relevanter angesehen, als Meldungen irgendwelcher Leute mit denen der Nutzer schon seit Monaten keinen Kontakt mehr hatte. Meldungen von Letzteren bekommt der Nutzer sogar nur angezeigt, wenn er explizit auf „Neueste Meldungen“ klickt.

Auf E-Mails bezogen heißt das: Das E-Mail-Programm registriert, wie häufig ein Nutzer E-Mails von bestimmten Versendern bekommt und vor allem auch, wie der darauf reagiert. Ob er sie öffnet, liest, auf Links klickt, gar darauf antwortet oder ob sie ihn wenig bis gar nicht interessieren. Und dann werden die eingehenden E-Mails nach diesen Relevanzkriterien sortiert und dem Nutzer werden nur die angezeigt, von denen das Programm meint, dass sie auch wichtig sind. E-Mails, die der Nutzer eh nicht öffnet, werden ganz hinten einsortiert. E-Mails, die er zwar liest, aber auf die er nicht antwortet (reagiert), können auch nicht ganz so wichtig sein. Und Newsletter sind erst einmal nichts anderes als E-Mails. Hat der Nutzer diese Box erst einmal aktiviert, braucht er keine langweiligen oder nervigen Newsletter mehr selbst in den Spamordner zu verbannen. Das macht das Programm nach einer Weile von ganz allein.

Denkt man noch einen Schritt weiter und überlegt sich, was passieren könnte, wenn auch die E-Mail-Dienstleister diese Daten auswerten, sind wir ganz schnell wieder bei einer Art Blackbox, mit der Newsletter herausgefiltert werden können, ohne dass der Nutzer diese extra als Spam klassifiziert. Noch ist das in Deutschland zwar Zukunftsmusik, weil die oben genannten E-Mail-Diensleister zusammen nur auf einen Marktanteil von 10 % kommen, aber wenn sich auch die deutschen Marktführer wie 1&1 (mit GMX und Web.de) entscheiden würden, diesen „Preffered Inbox“-Service für ihre Kunden anzubieten, sähe das schon  ein wenig anders aus. Denn die kommen auf einen Marktanteil von zusammen 50 %.
Das ist jetzt aber kein Grund sich wieder zurückzulehnen und abzuwarten, bis es denn mal soweit ist. Handeln sollten Sie schon jetzt! Auch wenn die große „Inbox“-Bedrohung vielleicht noch einige Jahre auf sich warten lassen sollte. Dass sie in der einen oder anderen Form kommen wird, ist so gut wie sicher. Die E-Mail-Flut wird gar nicht anders einzudämmen sein und auch Facebook plant, allen Gerüchten nach, schon bald einen eigenen E-Mail-Dienst zu starten. Dieser Dienst wird auf jeden Fall irgendeine Art Relevanz-Funktion haben. Und wenn man sich überlegt, welche Daten Facebook so alles zur „Relevanz-Ermittlung“ zur Verfügung hat? Allein schon, um mithalten zu können, werden alle anderen Konkurrenten gezwungen sein, auch einen solchen Service anzubieten. Ob und wie die E-Mail-Leser davon Gebrauch machen werden, kann man nicht voraussagen, aber besser ist es, sich schon frühzeitig auf alle möglichen Konsequenzen vorzubereiten.

Vor allem auch, weil die einzig wirksame Strategie gegen Inboxen und Relevanz-Sortierungen auch heute schon die einzig richtige Art ist, Newsletter zu versenden. Seien Sie relevant, dann werden Sie von diesen neuen Filter- und Sortiermethoden sogar profitieren! Je eher Sie Ihre Newsletter konsequent auf Relevanz ausrichten, desto besser stehen Sie da, wenn es dann tatsächlich darauf ankommt. So können Sie sich so-gar einen kleinen, aber vielleicht entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen, denn Relevanz beim Leser kann man nicht von heute auf morgen erreichen. Sie muss man sich über einen längeren Zeitraum aufbauen. Das wird aber umso schwerer, bis gar unmöglich, wenn Ihr Newsletter erst einmal aussortiert ist.

Was ist relevant?

Wie eben schon erklärt: Relevanz wird in Zukunft auch im Zusammenhang mit Newslettern immer wichtiger. Deshalb ist es richtig und wichtig, schon heute sein Augenmerk nicht mehr auf die schiere Größe einer Liste zu setzen, sondern auf die Relevanz Ihres Newsletters für die Empfänger. Fangen wir aber bei der Wurzel an und klären zum besseren Verständnis erst einmal den Begriff Relevanz, damit wir auch wissen, dass wir vom selben Sachverhalt sprechen.

Diese Relevanz ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung, wem oder was wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Ist eine Nachricht relevant für uns oder nicht?
Bestes Beispiel ist Google. Der Suchmaschinenriese präsentiert uns die Suchergebnisse nicht in einer chronologischen (zeitlichen) Reihenfolge, sondern versucht diese schon vorher nach der Relevanz in Bezug auf den von uns eingegebenen Suchbegriff für uns zu sortieren. Das wahrscheinlich Relevanteste ganz nach oben. Das vermutlich Unwichtige ganz weit nach unten. Die ganze Suchmaschinenoptimierungsbranche versucht im Grunde nichts anderes, als eine Webseite relevant zu machen. Facebook ist, wie oben schon erwähnt ein weiteres gutes Beispiel. Ist man für Facebook nicht relevant, verschwindet man automatisch in der Ablage und wird vom Empfänger gar nicht mehr bemerkt.

Das Gleiche kann schon in naher Zukunft auch Ihrem Newsletter passieren. Ist der für den Empfänger nicht relevant, wandert er gleich ab in die Ablage. Und auf diese Art kann eine von weitem noch so schön groß aussehende Liste von Nahem betrachtet auf einmal ganz schön alt und schrumplig aussehen. Damit Ihnen dies mit Ihrer so hart erarbeiteten Liste nicht passiert, sollten Sie von Anfang an nur nicht auf die größtmögliche E-Mail-Liste hinarbeiten, sondern auch eine möglichst relevante. Nur so werden Sie auch über einen langen Zeitraum eine effektive Liste aufbauen. Wie Sie das am besten machen, zeige ich Ihnen jetzt.

So bauen Sie sich eine relevante E-Mail-Liste auf

So besser nicht

Fangen wir mit einigen naheliegenden, aber aus rechtlichen Gründen nicht ratsamen Methoden an, sich eine Newsletter-Empfängerliste aufzubauen:

Packen Sie alle nur greifbaren Adressen von potenziellen Kunden, derer Sie auf Webseiten habhaft werden können, die Ihnen einmal unverbindlich geschrieben haben oder abgeschrieben von Visitenkarten, die Sie im Laufe der Zeit gesammelt haben, in eine Liste und schreiben „Newsletter-Liste“ drüber.

Das ist natürlich einerseits rechtlich nicht in Ordnung, denn die meisten haben Ihnen bestimmt nicht die Zustimmung zum Erhalt Ihres Newsletters gegeben und andererseits ist es auch nicht die „feine englische Art“, denn eine solche Belästigung von Kunden und Partnern wirkt sich meist deutlich negativ auf das Firmenimage aus (zumindest in meinen Augen!). Hätten diese Leute Ihren Newsletter abonnieren wollen, hätten sie dies bereits getan. Voraussetzung: Ein gut sichtbares Anmeldeformular auf Ihren Webseiten. Haben Sie es nicht getan, wollten sie es vielleicht ganz bewusst nicht. Erhalten sie jetzt aber trotzdem einen Newsletter von Ihnen, empfinden diese das meist negativ und schnell stellt sich die Frage, wie Sie denn sonst so mit Kundendaten oder Geschäftskontakten umgehen. Vertrauen baut man so garantiert nicht auf.

Vielleicht kennen auch Sie einige Geschäftsmenschen, die schon einen einmaligen E-Mail-Kontakt als guten Grund ansehen, Ihnen jetzt regelmäßig den Firmennewsletter zukommen zu lassen. Das ist so, als wenn eine Zufallsbekanntschaft jetzt jede Woche mindestens einmal bei einem zu Hause anruft und aus ihrem (meist langweiligen) Leben plaudert. Auch wenn es rechtlich nicht ausdrücklich verboten ist im B2B-Bereich E-Mails auch an Firmen zu verschicken, die einem keine ausdrückliche Genehmigung dazu erteilt haben (Stichwort: Kaltakquise), ist dies noch lange kein Grund, diesen gleich ein Abo aufzudrücken.

Das kann tatsächlich sogar als Belästigung ausgelegt werden, vor allem dann, wenn man dieses „Abo“ nicht wieder los wird. Der Adressat kann hiergegen rechtlich vorgehen, denn es handelt sich um eine Wettbewerbswidrigkeit. Auch im Geschäftsverkehr muss im Streitfall der Versender nachweisen, dass eine Einwilligung des Empfängers erteilt wurde. Schicken Sie also nur jenen Firmen Ihren regulären Newsletter, die diesen auch abonniert haben.
Außerdem gebietet es die Höflichkeit, sich Firmen, mit denen Sie bisher noch keinen Kontakt hatten, mit einem individuellen (E-Mail) – Schreiben vorzustellen. Dazu sollten Sie immer einen für den Adressaten triftigen Grund wählen, dann wird das Schreiben auch nicht als Belästigung empfunden. Das ihre Firmen in der gleichen Branche tätig sind, ist allerdings noch kein Grund. Haben Sie aber einen expliziten Vorschlag für eine Zusammenarbeit oder möchten Sie der anderen Firma ein wirklich interessantes Produkt empfehlen können Sie dies tun. Reagiert die andere Firma dann negativ oder gar nicht, sollte man davon ausgehen, dass diese eben kein Interesse hat und dies auch akzeptieren.

Die bloße Existenz Ihres Newsletters selbst ist ebenfalls kein triftiger Grund. Ein Newsletter wird in der Regel gerade deshalb abonniert, weil man sich aus einem anderen Grunde für diese Firma interessiert. Man abonniert einen Newsletter nicht, weil man gerne Newsletter erhält, sondern Informationen erwartet. Hier kommt dieses Wort wieder: relevante Informationen. Wenn der Absender es nun schon als relevant empfindet, mir mitzuteilen, dass auch er einen Newsletter hat, den ich doch mal abonnieren könnte, frage ich mich automatisch, ob es nichts Wichtigeres zu berichten gibt. In ein Schreiben mit relevanten Informationen können Sie selbstverständlich einen dezenten Hinweis auf Ihren Newsletter einfügen. Ist der Adressat erst positiv von Ihnen beeindruckt, eben weil Sie höflich und mit guten Manieren den Kontakt gesucht haben, wirkt sich dies natürlich auch positiv auf Ihr Firmenimage aus und die Wahrscheinlichkeit, dass auch Ihr Newsletter Interesse findet, steigt deutlich.

 Ohne Einwilligung geht (fast) gar nichts

Ein Unternehmer darf keiner Privatperson ohne deren Einverständnis eine werbliche E-Mail zukommen lassen. Diese Tatsache dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. Dies gilt sogar als unzumutbare Belästigung, wenn erkennbar ist, dass der Empfänger solche Werbung nicht wünscht. Auch wenn jemand schon einmal in einem Shop gekauft hat, also bereits Kunde ist und während des Kaufprozesses seine E-Mail-Adresse hinterlassen hat, gilt dies nicht automatisch auch als Einwilligung dafür in Zukunft Werbung zu erhalten.

Der Gesetzgeber hat deutlich hervorgehoben, dass bei der E-Mail-Werbung keine mutmaßliche Einwilligung des Empfängers ausreicht, sondern das der Empfänger eine konkrete Einwilligung gegeben haben muss. Das kann beim Anlegen eines Kundenkontos z. B. durch das Setzen eines Häkchens in das bekannte „Ja, ich möchte ab sofort Ihren Newsletter erhalten.“ Geschehen. Vorsicht, dieser Haken darf aber nicht schon voreingestellt sein. Der Kunde selbst muss diesen Haken aktiv setzen. Nur das gilt als konkrete Einwilligung. Ein dezenter Hinweis, versteckt als vorformulierte Einwilligungserklärung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), denen der Kunde dann beim Kauf ja zustimmen muss, ist genauso wenig eine konkrete Einwilligung, sondern ein konkreter Verstoß gegen das Verbot der unangemessenen Benachteiligung. Und das hört sich schon sehr nach einem guten Abmahngrund an!

Es gibt für die Verwendung von E-Mail-Adressen, die ein Kunde bei der Eröffnung eines Kundenkontos oder während des Bestellvorgangs hinterlegt hat, eine Sonderregelung. Ich zitiere hier einmal eine Passage aus einem Artikel zum Thema E-Mail-, Fax- und Telefonwerbung von der Webseite der Rechtsexperten von Internet-
recht-rostock.de:

Lesen Sie sich diese Zeilen genau durch. Dort steht, unter welchen Bedingungen es erlaubt ist, E-Mail-Adressen von Kunden für Werbezwecke zu nutzen, OHNE deren ausdrückliche Einwilligung erhalten zu haben.

  •  Es muss tatsächlich ein Vertragsabschluss stattgefunden haben. Hat ein Interessent lediglich ein Kundenkonto angelegt, dann aber doch nichts gekauft, dürfen Sie diese Adresse nicht einfach verwenden!
  • Sie dürfen nur eigene, ähnliche Waren oder Dienstleistungen bewerben! Verschiedene Gerichte haben diese Einschränkung schon sehr eng ausgelegt. Das bedeutet vor allem auch: Sie dürfen auf diese Art keine Produkte oder Dienstleistungen Dritter bewerben!
  • Sie müssen dem Kunden schon bei erstmaliger Speicherung, also z. B. beim Anlegen des Kundenkontos, klar und deutlich darauf hingewiesen haben, das er einer solchen Verwendung jederzeit widersprechen kann. (Überprüfen Sie einmal Ihr Bestell-Formular, ob es dort einen solchen Hinweis gibt!)

Sie sehen, wenn man Kundenadressen einfach in eine Newsletterliste importiert, kann man schnell Schwierigkeiten bekommen. Es sei denn, Sie verkaufen tatsächlich nur nahezu identische Produkte. Haben Sie aber vor, Ihre komplette Produktpalette bzw. Ihr gesamtes Dienstleistungsangebot oder gar Angebote von Dritten in Ihrem Newsletter zu bewerben, sollten Sie nur E-Mail-Adressen verwenden, deren Besitzer ausdrücklich dem Empfang Ihres Newsletters zugestimmt haben. Und richtig sicher ist es erst, wenn Sie diese Zustimmung auch beweisen können, denn im Streitfall ist es immer Aufgabe des Versenders, ein entsprechendes Einverständnis des Empfängers nachzuweisen.

Doppelt hält besser

Sie haben auf Ihrer Webseite ja extra dieses hübsche Anmeldeformular gut sichtbar platziert, in das der Abonnent selbst seine Daten eingeben muss. Das ist doch eine unmissverständliche Art der Einwilligung. Richtig, wenn, ja wenn der Empfänger diese Daten auch selbst eingegeben hat. Was aber, wenn es ein anderer, ein Fremder war, der den Empfänger nur ärgern wollte und z. B. dessen Adresse bei allen möglichen Newslettern eingetragen hat? (Oder ein böser Konkurrent?) Was, wenn der Interessent einen Schreibfehler gemacht hat und der Newsletter jetzt an die E-Mail-Adresse einer völlig anderen Person, dummerweise auch noch das private Postfach eines genervten Rechtsanwalts, versendet wird? Sie lachen? Das ist tatsächlich passiert!

Schon haben Sie ein Problem. Nämlich das Problem, dass Sie nicht hundertprozentig sicher nachweisen können, dass tatsächlich der Empfänger und niemand sonst Ihren Newsletter abonniert und damit explizit seine konkrete Einwilligung in den Erhalt desselben gegeben hat. Wenn Sie Pech haben, kassieren Sie dafür eine Unterlassungserklärung einschließlich Kostennote. Passiert Ihnen das danach bei derselben Person noch einmal, haben Sie ein größeres finanzielles Problem.

Wie aber soll man nachweisen, dass sich tatsächlich der Besitzer einer E-Mail-Adresse angemeldet hat? E-Mail-Adressen sind doch vielen Leuten bekannt und man kann nie absolut sicher ausschließen, dass diese Adressen nicht doch missbraucht wurden. Wie schon gesagt: Sie müssen um die Einwilligung nachzuweisen eigentlich nur nachweisen, dass der Besitzer der E-Mail-Adresse diese tatsächlich selbst erteilt hat. Also fragen Sie zur Sicherheit noch einmal nach, indem Sie den Besitzer auffordern, das Newsletter-Abonnement zu bestätigen. (Eine solche Bestätigungs-E-Mail, obwohl vielleicht ohne konkrete Einwilligung des Empfängers versendet, gilt übrigens nicht als Belästigung oder Ähnliches. Auch das musste tatsächlich erst ein Gericht entscheiden!)

Dieses Verfahren nennt man „Double-opt-in“(frei übersetzt „doppelte Eingabe“). Bestätigt der Adressat die Newsletter-Anmeldung, sind Sie auf der sicheren Seite. Auch, wenn später jemand auf die Idee kommt und angibt, ein „Anderer“ hätte nicht nur die Anmeldung getätigt, sondern diese auch gleich noch bestätigt. Für diesen Bestätigungsmissbrauch aber hätte der „Andere“ Zugriff auf das E-Mail-Postfach des Adressaten haben müssen. Zu den Pflichten des Adressaten als Besitzer dieses Postfachs gehört es allerdings auch, dieses vor Missbrauch zu schützen. Hat er diese Pflicht verletzt, z. B., indem er dem „Anderen“ das Passwort mitgeteilt hat, ist er auch für die Folgen verantwortlich.

Fazit: Man kann zwar nicht ausschließen, dass die Anmeldung von Fremden erfolgt, aber durch die „doppelte“ Bestätigung ist man trotzdem auf der sicheren Seite. Schreiben Sie in diese Bestätigungs-E-Mail deshalb auch immer sehr höflich mit hinein, dass der Empfänger kein Abonnement abgeschlossen hat und auch keine weiteren E-Mails erhält, wenn er nicht explizit auf den Link zur Bestätigung klickt.  Das Klicken auf den Link wird übrigens in einer Datenbank, zusammen mit der IP-Adresse des Rechners und dem Datum, registriert und dient als zweifelsfreier Nachweis dafür, dass die Einwilligung zum Empfang des Newsletters tatsächlich gegeben wurde. Verwenden Sie deshalb immer das Double-opt-in-Verfahren zur Gewinnung Ihrer Newsletter-Adressen. Sicher ist sicher!

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Der Gesetzgeber hat da ja ziemlich große Hürden für das Sammeln und Nutzen von E-Mail-Adressen zu Werbezwecken aufgebaut. Ohne Zustimmung des Besitzers geht, wie wir gesehen haben, so gut wie gar nichts mehr. Andererseits darf man diese Urteile, Gesetze und Datenschutzbestimmungen nicht nur negativ sehen, bei all dem Schindluder, der mittlerweile mit unser aller Daten getrieben wird. Diese ganzen Einschränkungen haben vor dem Hintergrund der Datensicherheit nämlich eine absolut positive Wirkung, denn sie vermitteln dem Internetnutzer zumindest eine Art Grundsicherheit, wenn er seine Daten preisgibt. Würde es diese Datenschutzbestimmungen nicht geben, würden wohl die meisten Internetnutzer über kurz oder lang nicht mehr bereits sein, Ihre Daten preiszugeben und ein erfolgreiches E-Mail-Marketing wäre überhaupt nicht mehr möglich.  Es ist so vielleicht schwieriger geworden, eine E-Mail-Empfängerliste aufzubauen aber nicht unmöglich. Wir alle profitieren vom Vertrauen der Internetnutzer und sind letztendlich davon sogar abhängig. Genug der Vorrede! Kommen wir zur Sache. Wie kriegen wir Adressen in unsere Liste?

Adressen sammeln

Der beste Ort E-Mail-Adressen einzusammeln ist natürlich die eigene Webseite. Hier finden Sie die treuesten und interessantesten Leser für Ihren Newsletter. Deshalb ist es eigentlich Pflicht, auf der eigenen Webseite ein Newsletter-Anmeldeformular zu platzieren.

  • Gut sichtbar z. B. oben in der rechten Spalte. Hier finden sich die meisten Newsletter-Formulare. Wenn Sie auch Ihres in dieser Stelle platzieren, werden es die Besucher fast intuitiv finden.
  • Honorieren Sie die Anmeldung vielleicht auch mit einem kleinen Geschenk oder einem Gutschein. Das motiviert die Leute zusätzlich, denn diese wissen ganz genau, dass sie Ihnen mit Ihrer Adresse kostenlos ein begehrtes Gut geben, das seinen Wert hat. Werden im Gegenzug sie dafür belohnt, steigt auch die Bereitschaft dazu. Es wird dann eher als ein fairer Tauschhandel empfunden. Am besten ist es natürlich, dieses Geschenk hat einen deutlichen Bezug zu ihren Produkten oder Dienstleistungen. Keiner holt sich ein Geschenk, das für ihn nicht von Interesse ist. Und: Ist das Geschenk für Ihren Abonnenten relevant, ist dessen E-Mail-Adresse für Sie relevant! (Haben Sie kein Passendes parat? Dann können Sie auch die Gratis-Ausgabe unseres Reseller-Magazins verschenken. Informationen finden Sie im Blog)
  • Fordern Sie bei der Anmeldung bitte immer nur die E-Mail-Adresse ab! Auch wenn die Verlockung im ersten Moment viel-leicht groß ist, noch einige weitere Daten abzufragen oder die Frage zu stellen „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“. Verkneifen Sie sich dies! Jede weitere Information zusätzlich zur E-Mail-Adresse ist in diesem Moment überflüssig, weckt deshalb Misstrauen und wirkt als eine weitere Barriere auf dem Weg zum Ziel. Der E-Mail-Adresse! (Genau so wie übrigens die Abfrage der Telefonnummer bei einer Onlineshop-Bestellung!)
  • Weisen Sie deutlich auf die Datenschutzbestimmungen hin! Hier brauche ich wohl nicht weiter zu erklären, dass darin stehen sollte, dass Sie die Adressen der Leser nicht an Dritte weiter-geben oder gar verkaufen werden.

Adressen mieten

Mir ist letztens ein Angebot ins Auge gefallen. Versand von 500.000 E-Mails an ausgesuchte Empfänger zum Kennenlern-Angebot von nur 2.500 Euro. Hm, das wären ja nur 0,005 Cent pro Adresse. Ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man gemeinhin kalkuliert, dass die Gewinnung einer E-Mail-Adresse in etwa einen Euro kosten darf. Ich habe da gleich einmal anfragen lassen, aber dieses Angebot gilt nur für den Versand an Privatkunden, ist für uns als B2B-Magazin also eher uninteressant. Aber mal ganz ehrlich, was taugen solche Angebote? Das eben geschilderte ist eine kurzzeitige 75 % Rabatt-Aktion für Neukunden und gilt für den einmaligen Versand eines Newsletters. Da mag die Kalkulation vielleicht noch aufgehen. Rechnet man aber mit dem vollen Preis von hier 10.000 Euro für die 500.000 Adressen, wären es auch nur 2 Cent pro verschickter E-Mail. Wie gesagt, Sie kaufen bei diesem Angebot  nicht die Adresse, sondern dürfen eine einzige E-Mail an eine solche Adresse versenden. Trotzdem ganz schön billig, oder?

 Wie funktioniert dieses Adressen-Mieten eigentlich?

Es gibt diverse Adress-Broker, die Ihnen anbieten, E-Mails/Newsletter gegen einen kleinen Obulus an Hunderttausende Empfänger zu versenden. Eine Frage ist da sofort naheliegend: Wie wurden diese vielen Adressen generiert? Denn das bestimmt auch, was diese wert sind. Oft sind solche Adressen über Gewinnspiele oder Ähnliches beschafft worden. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, welcher Typ Mensch an solchen Gewinnspielen in Einkaufspassagen, Bahnhofshallen oder auch im Internet teilnimmt? Ist dies Ihre Zielgruppe? Dann könnte sich das Mieten solcher Adressen vielleicht für Sie lohnen. Aber erwarten Sie hier bitte nicht zu viel. Die Listen werden ständig von allen möglichen Firmen gemietet, um irgendwelche Werbung zu versenden. Der Abnutzungseffekt dürfte also entsprechend hoch sein. Auf der Webseite eines solchen Adress-Anbieters habe ich gelesen, dass die Reagierer- / Interessentenquote gerade mal knapp über 15 % liege, was in dieser Branche anscheinend schon ein Spitzenwert ist. Das zeigt, dass solche Listen wohl eher Zufallstreffer produzieren, als dass Sie eine werbetechnische Punktlandung bei Ihrer Zielgruppe hinlegen. Auch wenn die Anbieter auf ihren Webseiten mit tollen Zahlen werben. Oft wurden diese mit speziellen Kampagnen für Markenfirmen erzielt. Dabei kam natürlich der Bekanntheitsgrad dieser Marken zum Tragen. Wenn Sie als nahezu unbekannte Firma irgendwem einen Newsletter zuschicken, werden Sie nicht annähernd diese Zahlen erreichen. Solche Adressen eignen sich für Massenprodukte und sind auch mit manchmal nur 10 Euro pro Tausend vergleichsweise billig.

Adressen durch BEFRAGUNGEN

Die Adress-Broker bieten aber auch noch Premium-Adressen zur Nutzung an, die auf speziellen themenbezogenen Webseiten oder anderen Orten gewonnen wurden, auf denen sich sehr homogene Zielgruppen bewegen. Ist Ihre Zielgruppe identisch mit diesen, ist auch die Chance hier größer, dass Ihr Newsletter Erfolg hat. Allerdings sind solche Premium-Adressen oft auch ziemlich teuer (Bis zu 300 Euro pro tausend). Diese Ausgaben müssen Sie erst mal wieder einspielen! Beachten Sie dabei: Die Adressen bleiben immer im Besitz des Adress-Brokers! Sie erwerben lediglich eine Art Nutzungsrecht. Und das ist auch gut so, denn der Besitzer der Adresse hat nur dem Adress-Broker seine Einwilligung in die Nutzung der Adresse zu Werbezwecken gegeben, nicht Ihnen bzw. Ihrer Firma! Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Deshalb werden die Werbe-E-Mails auch immer unter dem Absender des Adress-Brokers verschickt. Und auch nur so ist gewährleistet, dass die E-Mail, wie rechtlich vorgeschrieben, als Werbung erkennbar ist. Sie selbst haben nur Einfluss auf die Betreffzeile und den Inhalt der E-Mail bzw. des Newsletters.

Wie finde ich einen seriösen Adress-Broker?

Hier erst wieder einmal eine Warnung: Suchen Sie sich den Adress-Broker, von dem Sie Adressen mieten wollen, sorgfältig aus. Auch hier gilt: Gute Leistung hat ihren Preis! Was Sie mit einem Billiganbieter beim Super-Sonderangebot auf den ersten Blick sparen, entgeht Ihnen oft doppelt und dreifach bei den generierten Einnahmen! Gute, gepflegte, aktuelle und seriös aufgebaute E-Mail-Daten -banken kosten den Adress-Broker Geld und dass soll sich für diesen natürlich auch rentieren. Ein hoher Preis ist zwar keine Qualitätsgarantie, aber ein niedriger Preis garantiert schlechte Qualität. Noch ein Fehler, den viele Leute machen, wenn Sie zum ersten Mal

Wenn Sie bei dieser Berechnung jetzt statt dem Sonderangebot auch noch den Normalpreis von 10.000 Euro anwenden, ist der Verlust von dann 9.500 Euro nicht nur schmerzlich aber verkraftbar, sondern für manchen kleinen Unternehmer schon regelrecht existenzbedrohend.

Investieren Sie nie Geld in das Mieten von E-Mail-Adressen bzw. das Versenden von Newslettern über professionelle Anbieter, wenn Sie das Geld nicht über haben und auch einen teilweisen oder kompletten Verlust verkraften könnten. Spekulieren Sie nie mit wahrscheinlichen, (todsicheren) Einnahmen oder vertrauen Sie all zu sehr auf die „Fakten“ der Berater. Den Erfolg einer solchen Marketing-Aktion können Sie nicht vorhersehen und ein Berater kann ihn nicht vorhersagen. Eine solche Aktion birgt immer ein gewisses Verlustrisiko, denn Sie kennen die Herkunft und auch die Qualität der Adressen nicht und niemand kann Ihnen sicher sagen, ob Ihre Angebote hier auf die richtige Zielgruppe treffen.

Und ein zweiter Rat: Bieten Sie auf Ihrer Landingpage für solche E-Mail-Marketing-Aktionen auch immer gut sichtbar eine Möglich-keit Ihren eigenen Newsletter zu abonnieren an und belohnen Sie diese Anmeldung mit einem Rabatt oder einem Gratis-Geschenk. Die meisten Adressen der Adress-Broker werden über vergleichbare Wege (Gewinnspiele, Gutschein-Aktionen, etc.) gewonnen, so dass man eigentlich immer davon ausgehen kann, dass die E-Mail-Empfänger auf diesen Listen auf solche Angebote ansprechen. Wenn die Newsletterleser dann auch vielleicht Ihr eigentlich beworbenes Produkt nicht kaufen, so tragen sich „nebenbei“ doch oft auch eine gute Anzahl von Leuten in Ihren Newsletter ein. Diese Adressen müssen Sie dann nicht wieder teuer mieten!

Hier finden Sie Adressen von seriösen Anbietern:

Es gibt eine Vielzahl von Adress-Anbietern auf dem Markt und man kann als Laie nicht auf den ersten Blick sehen, ob diese seriös sind und sich an Gesetze und Vorschriften halten. Aber gerade dies ist bei der Buchung solcher Angebote doppelt wichtig, denn davon hängt nicht nur die Qualität der Adressen und somit die Erfolgswahrscheinlichkeit der ganzen Aktion ab, sondern es ist auch ein rechtlicher Aspekt. Deshalb hier der Link zu den Webseiten des Deutschen Dialogmarketing Verbandes (DDV). In diesen Verband sind viele seriöse Anbieter Mitglied. Dadurch, dass jedes Mitglied eine Verpflichtungserklärung bezüglich Datenschutz unterschreiben und sich zusätzlich zu einem „Ehrenkodex“ bekennen muss, ist man hier eindeutig auf der sicheren Seite.
Auch sind die Mitglieder des DDV in der Regel auf den diversen „Whitelists“ der E-Mail-Provider geführt, was zur Folge hat, dass die Spam-Filter der Provider die über diese DDV-Mitglieder versandten E-Mails nicht als Spam „brandmarken“ oder gleich blockieren. Das ist ein wichtiger Aspekt! Gerade, wenn von einem Account sehr viele E-Mails versandt werden, kann dieser schnell unter Spam-Verdacht der Provider geraten. Und stellen Sie sich einmal vor, Ihr teuer bezahlter und mühsam optimierter Newsletter kommt schon mit Spam-Warnung bei den Empfängern an. Das senkt die Öffnungsrate auch bei noch so guter „Betreffzeile“ gewaltig und Ihr Image gleich mit.
Durch Klicken auf diesen Link gelangen Sie gleich auf die „Mitgliedersuche“-Seite des DDV:

http://www.ddv.de/index.php?id=48

Wenn Sie hier z. B. ein Häkchen in das Kästchen „E-Mail-Marketing“ in der Kategorie-Auflistung setzen und dann auf den roten „Suchen“-Pfeil unten klicken, werden Ihnen 167 Einträge (Stand 06.06.2014) von entsprechenden Dienstleistern geliefert. Diese können Sie auch nach Städten filtern, so dass Sie einen Anbieter in Ihrer Nähe ausfindig machen können, wenn Sie z. B. ein persönliches Beratungsgespräch vorziehen. Bei der Auswahl gilt es  Folgendes zu beachten:

1. Holen Sie sich immer mehrere Angebote ein.

2. Achten Sie darauf, dass diese Anbieter auch auf der „Whitelist“ stehen.

3. Vergleichen Sie nicht nur die Preise pro Adresse, sondern auch die Zusatzleistungen wie Texterstellung, Layout, Controlling, etc.

4. Vertrauen Sie nicht unbedingt den Zahlen der auf den Webseiten oder von den Beratern präsentierten Beispiel-Aktionen. Auch hier werden Ihnen bestimmt nur die richtig guten Ergebnisse präsentiert, die Sie selbst höchstwahrscheinlich nicht erreichen werden. Berater können Ihnen bekanntlich viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Haben Sie einen oder mehrere Anbieter in der engeren Auswahl, melden Sie sich doch zwecks Kontrolle selbst einmal in deren E-Mail-Listen an. Dann können Sie anhand der Ihnen jetzt zukommenden Werbe-E-Mails genau sehen, mit welcher Frequenz und in welchem Umfeld Ihre Werbung verschickt werden würde. Das Umfeld sagt eine ganze Menge aus über die Qualität der Listen. Werden dort vermehrt Ramschartikel, Glücksspiele, Abonnements oder Ähnliches beworben, können Sie davon ausgehen, dass diese Listen schon ziemlich verbraucht sind. Und natürlich melden Sie sich nicht mit einer Ihrer „echten“ E-Mail-Adressen an, sondern benutzen dazu die „Wegwerfadresse“ eines Freemailers. Ich weiß, das muss ich Ihnen nicht extra sagen, aber so kann man mir nicht nachsagen, ich hätte es nicht gesagt.

Adressen kaufen

Es gibt einige Adress-Anbieter, die Ihnen Adressen zum Kauf anbieten. Ihnen diese also nach der Zahlung einer bestimmten Summe direkt als Datei zu liefern und Sie können diese Adressen dann selbst anschreiben. Dazu braucht man nur eine Frage zu stellen: Haben Sie auch die Einwilligung des Empfängers bzw. Besitzers dieser Adresse? Nein, dann ist das Ganze illegal! Adressen kann man nicht einfach kaufen oder verkaufen, denn die Besitzer dieser Adressen haben, wenn überhaupt, die Einwilligung zum Empfang von Werbung nur gegenüber dem Verkäufer erteilt, nicht gegenüber dem Käufer! Auch der kleine Hinweis bei der Erfassung der Adresse, dass diese möglicherweise an Dritte weiter-gegeben werden kann, ist keine rechtliche Absicherung. Der Empfänger muss dem Empfang von Werbung gegenüber dem Versender zugestimmt haben und diese Zustimmung kann nicht pauschal irgendwann einmal irgendwo für irgendwen gegeben, sondern muss explizit dem Versender gegenüber erklärt werden. Im Streitfall würde der Käufer solcher Adressen immer der Dumme sein, denn er muss nachweisen, dass er die konkrete Einwilligung des Empfängers hatte. Der Versender haftet! Versuchen Sie dann einmal an den Verkäufer der Adressen heranzutreten und vielleicht Schadenersatz zu fordern.

Pflegen Sie Ihre Liste

Eine Liste aufbauen ist das Eine. Diese zu pflegen, etwas ganz anderes. Allerdings macht das Eine (der Aufbau) ohne das Andere (die Pflege) keinen wirklichen Sinn. Nur wenn Sie Ihre Liste auch sorgfältig pflegen, behält sie über einen langen Zeitraum ihren Wert. Versuchen Sie dagegen, damit das schnelle Geld zu machen, wird die Liste noch viel schneller wertlos und die ganze Mühe war umsonst. Man kann in einschlägigen Blogs immer wieder lesen, wichtig sei eigentlich nur die Größe einer E-Mail-Liste, also Zahl der Newsletter-Abonnenten. Allein diese sei entscheidend für den Erfolg. Man solle sich deshalb unbedingt bemühen, so viele E-Mail-Adresse wie möglich einzusammeln. Egal woher! Hauptsache man hat die Zustimmung zum Newsletter versenden. Man kann in diversen Blogs aber auch lesen, das einige der „Top-Listen“ nur noch Öffnungsraten von 10 – 15 % haben. Das ist nicht mehr als die Adress-Broker mit ihren Listen mit Schnitt erzielen. Was heißt das in Sachen Relevanz? Richtig: 85 – 90 % der Empfänger aus diesen Listen halten den Newsletter für nicht (mehr) relevant. Wenn die, an diese Adressen versandten, Newsletter eines Tages in der „Inbox“ verschwinden, kann man wohl kaum noch von „großer Liste“ sprechen.

„Grey-Mails“ – Meist ist sie kleiner als man denkt!

Und auch schon heute gilt: Viele Listen sind gar nicht so groß, wie der Besitzer denkt, denn sie sind mit der Zeit, ohne dass er es bewusst wahrnimmt (wahrhaben will), beträchtlich geschrumpft. Viele Listen, die „offiziell“ aus Zehntausenden von Adressen bestehen, haben nicht einmal mehr die Effizienz von ein paar läppischen tausend. Warum? Weil die Adressaten Newsletter, die über diese Listen versendet werden, überhaupt nicht mehr öffnen und ein ungeöffneter Newsletter ist so gut wie kein Newsletter. Diese Adressen sind so gut wie wertlos. Über die Jahre sammeln sich so immer mehr „tote Abos“ in diesen Listen. Das kann man noch gemeinhin noch locker verschmerzen, denn es hat keine negativen Auswirkungen und kostet einen auf den ersten Blick auch kein Geld. Schließlich ist es vom Aufwand her ziemlich egal, ob man den Newsletter an 800 oder 1000 Adressen versendet. Wirklich?
Irgendwann haben aber auch die geduldigsten Empfänger einmal so richtig die Nase voll vom ewigen Löschen oder Ignorieren und hau-en die ganze Bande überflüssiger, das Postfach verstopfender, ewig nicht geöffneter Newsletter in den Spam-Filter. Aus den Augen, aus dem Sinn! Für den Provider Kategorie „Nicht relevant!“
Je mehr Newsletter-Abonnenten Ihren Newsletter als „Spam“ klassifizieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf einer Blacklist landen, weil automatische Programme der Freemailer wie Yahoo, GMX oder Web.de Sie als „Spammer“ eingestuft haben und jetzt haben Sie nicht nur ein kleines, leicht zu verschmerzendes Ärgernis mit ihren „toten Abos“, sondern auch mit den noch Lebendigen. Ihre Newsletter werden ab sofort auch bei allen anderen Ihren Abonnenten, die auch die Freemailer nutzen, als Spam klassifiziert und landen, je nach Einstellung des E-Mail-Accounts des Empfänger ebenfalls gleich im Spamordner. Aus den Augen! Aus dem Sinn! Für den Provider Kategorie „Nicht relevant!“.Und Sie kennen es ja bestimmt aus eigener Erfahrung: Die E-Mail-Flut nimmt immer mehr zu. Ich denke dabei gar nicht in erster Linie an die „echten“ Spammails, sondern an das ganze Drumherum.

Facebook, Twitter, Xing und wer weiß noch, versenden dauernd irgendwelche Status-Mails, Einladungen, usw. Nur eines wächst nicht mit, die Zeit, die der Empfänger für das Lesen der vielen E-Mails aufbringen kann und vor allem, will! Was hier nicht wirklich interessiert, fällt durchs Aufmerksamkeits-Sieb und landet oft im Spamfilter (und schon bald in der „Inbox“.)
E-Mails, die zwar an einen Adressaten geschickt werden, der irgendwann einmal dem Empfang eines Newsletters zugestimmt hat, ihn aber schon lange nicht mehr öffnet, nennt man deshalb auch „Grey Mails“. Demgegenüber stehen die

  • „White Mails“ – die Weißen – das sind die Guten, die immer gelesen werden
  • Und die „Black Mails“ – die Schwarzen – das sind die Bösen, die schon im Spamordner stecken
  • Die „Grey Mails“ – die Grauen – sind irgendwo dazwischen, schon „etwas dreckig, aber noch nicht ganz versaut“.

Und genau wie bei Aschenputtel kommen die Weißen in das Töpfchen und die Schwarzen in das Kröpfchen. Bei den Grauen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis gleichfalls Letzteres passiert. Das Töpfchen ist in der wirklichen Welt die „White List“ in der alle sauberen und seriösen Mailserver aufgeführt werden. Das Kröpfchen ist die „Blacklist“, in der die Spam-Versender gesammelt werden. Die E-Mail-Programme haben Zugriff auf diese Listen und können so dem Nutzer E-Mails bestimmter Absender bei der Zustellung schon mit dem Warnhinweis „Spam-Verdacht“ bzw. einfach „Spam“ in den Posteingangsordner legen, weil eben einiges darauf hinweist, dass es sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit um Spam handeln könnte. Und das ist natürlich für jede E-Mail (und deren Versender) ein negatives Stigma. Wer möchte schon, dass sein Newsletter beim Leser mit einem Spam-Warnhinweis ankommt. Das Verfahren, mit dem die E-Mail-Dienstleister versuchen E-Mails zu bewerten ist noch um einiges komplizierter und wir kommen im nächsten Teil, wenn es um das Versenden von E-Mails bzw. Newslettern geht, noch detailliert darauf zurück. Hier und heute aber reiße ich das Thema nur kurz an, um Ihnen zu zeigen, dass E-Mail-Listen nicht statisch sind, sondern von mehreren Faktoren beeinflusst werden und das die reine Anzahl von E-Mail-Adressen nichts nutzt, wenn Ihr  Newsletter nicht relevant ist und bei den Lesern als „Grey Mail“ oder gar schon „Spam-Verdacht“ ankommt.

Die Gefahr einer Kettenreaktion

Das Ganze birgt noch eine weitere Gefahr, nämlich die einer Kettenreaktion.

  • Erste Stufe: Es öffnen immer weniger Leute den Newsletter, weil sie ihn nicht (mehr) als relevant betrachten.
  • Zweite Stufe: Ihr Newsletter wird von immer mehr Empfängern als „Spam“ klassifiziert, um ihn loszuwerden. (Die Variante „Abo kündigen“ ist weitaus aufwendiger und wird deshalb viel seltener genutzt, um einen Newsletter wieder loszuwerden!)
  • Dritte Stufe: Ihre Versandadresse wird als „Spam“ eingestuft und Ihr Newsletter beim Empfänger automatisch mit einer Spam-Warnung versehen.
  • Vierte Stufe: Der schleichende Super-GAU. Es öffnen immer weniger und weniger Leute Ihren Newsletter. Die schöne, tolle, große Newsletterliste, die doch eigentlich über Jahre hinweg die „dicke Kohle“ bringen sollte, verbrennt so langsam zu Asche. Man spricht dann tatsächlich davon, dass jemand seine Liste „verbrannt“ hat.

Diese Verbrennungsgefahr wird übrigens umso größer, je größer die Liste wird. Da eine Liste ja nicht über Nacht auf einmal da ist, sondern eine ganze Weile braucht, um zu wachsen, wird auch ein immer größerer Teil der Adressen immer älter. Und je älter die Adressen werden, desto größer ist schon rein objektiv die Anzahl der Newsletterempfänger, die ihn, sei  es, weil sie sich nicht mehr an Ihre Firma erinnern können, weil mittlerweile der Grund für die damalige Abonnierung weggefallen ist (Geschäftsaufgabe, Umorientierung, etc.) oder auch, weil Ihr Newsletter nicht mehr für relevant gilt, diesen in den Spamordner verschieben. Allein schon, weil mit der Zeit die pure Anzahl dieser „toten Abos“ immer weiter steigt, wenn niemand die Liste davon bereinigt, wird der Prozentsatz von „toten Abos“ immer höher. Sie können das nicht durch immer neue und aktive Abonnenten ausgleichen, denn auch von denen wird ein gewisser Prozentsatz irgendwann zu den „toten Abos“ zählen. Das heißt, um den Prozentsatz von „toten Abos“ auch nur konstant zu halten, müssten Sie immer mehr neue Abonnenten gewinnen. Am Anfang mag das vielleicht sogar eine ganze Weile lang gelingen, aber irgendwann kippt die ganze Liste unweigerlich ins Negative. Und dann ist es nicht mehr weit, bis die Reizschwelle der Freemailer überschritten ist.

Es gibt nur wenige Möglichkeiten dies zumindest einzudämmen:

  1. Versuchen Sie  möglichst relevante Newsletter zu schreiben!
    Relevante Newsletter werden auch gelesen und Newsletter, die geöffnet und gelesen werden, sind kein Spam.
  2. Werten Sie jede Newsletter-Aktion genau  aus!      
    Kontrollieren Sie die wichtigsten Kennziffern: Zustellrate, Öffnungsrate, Klickrate, usw. So erkennen Sie frühzeitig negative Entwicklungen und können vielleicht noch gegensteuern. Versuchen Sie diejenigen, die auf die erste E-Mail nicht reagiert haben, vielleicht mit einer zweiten, speziell auf diese zugeschnittene E-Mail doch noch zu erreichen.
  3. Machen  Sie  das Abbestellen so einfach wie möglich!
    Auch,wenn es auf den ersten Blick Ihrem Ziel zu widersprechen scheint. Sagen Sie dem potenziellen Abonnenten schon VOR der Anmeldung, dass er sich auch ganz einfach wieder abmelden kann. Geben Sie dem Abonnenten auch im Newsletter selbst durch einen entsprechenden, gut sichtbar platzierten Abmeldelink, immer die Möglichkeit den Newsletter schnell und einfach wieder loszuwerden. Das senkt einerseits die Hemmschwelle, den Newsletter überhaupt zu abonnieren und andererseits später die Zahl der „Grey-Mails“ oder man kann auch sagen, des Abbestellens durch die Hintertür, den Spamordner. Wer dem Leser das Abbestellen so schwer wie möglich machen will, in der Annahme, so würde seine Liste schneller größer oder langsamer kleiner, der irrt.  Nicht die Anzahl der Adressen in der Liste oder die Zustellrate eines Newsletters sind der Gradmesser für den Erfolg!Halten Sie sich immer vor Augen:- Nur ein gelesener Newsletter ist ein erfolgreicher Newsletter.
    – Zum Lesen können Sie niemanden zwingen und sondern nur begeistern!
    – „Tote Abos“ sind ein schleichendes Gift für Ihre Liste
  4. Steuern Sie rechtzeitig dagegen! Wenn Sie bemerken, dass die Öffnungsraten in den Keller gehen, verschicken Sie wieder einmal einen Gutschein oder Ähnliches an Ihre Newsletter-Abonnenten. Aber Vorsicht, auch dieses Marketing-Element kann sich mit der Zeit abnutzen. Einerseits gewöhnen sich die Leute daran, immer wieder einen Gutschein von Ihnen zu bekommen und bestellen nur noch dann oder, wenn Sie zu viele Gutschein- oder Rabattaktionen starten, werden Ihre regulären Preise unglaubwürdig. (Ich kenne eine eigentlich seriöse Softwarefirma, die mich fast täglich mit diversen Gutschein-, Rabatt- oder Gratisangeboten förmlich überschüttet. Bei denen kaufe ich nicht unter 80 % Rabatt und frage mich dabei, wie es wohl dem geht, der gestern für nur 40 % Rabatt gekauft hat. Der muss sich doch jetzt schwarzärgern.)

Fazit: Der beste Weg die Kennziffern dauerhaft hochzuhalten, ist und bleibt einzig relevanter Inhalt. Und wenn nach ein paar Jahren doch der unvermeidliche Abnutzungseffekt einsetzt, splitten Sie die Liste. Versuchen Sie die noch aktiven, zusammen mit den neuen Newsletter-Lesern auf eine neue Liste zu bringen. Dann kann das Spielchen von vorne losgehen.

 So verbrennen Sie am schnellsten Ihre Liste!

Wie Sie am schnellsten Ihre E-Mail-Liste ruinieren? Indem Sie Ihre Leser, in der Absicht, möglichst schnell möglichst viel Kohle zu machen, mit Werbung bombardieren. Am besten, Sie beteiligen Sie an jeder noch so kleinen Werbeaktion von irgendwelchen Partnern und, wenn Sie zwischendurch doch noch ein wenig Zeit finden, hauen Sie eigene Sonderangebote raus. Alles ist erlaubt, außer dem Versenden von möglicherweise wertvollen Informationen oder anderem nutzlosem Zeugs, was die Leser nur unnötig vom Klicken auf Bestell- oder Affiliate-Links ablenken könnte. Machen Sie sich keinen Kopf um das “Morgen“. Was allein zählt, ist der Erfolg und zwar heute! (Denn ein „Morgen“ wird es für Ihre Liste eh nicht geben.)

Begeistern, nicht belästigen!

So ist Ihre Liste auch morgen noch wertvoll!
Manche Experten vertreten zwar die Meinung:

„Hauptsache große Liste und je mehr Newsletter, desto besser. Irgendein I… kauft immer! Und die, die sich abmelden, hätten eh nicht gekauft.“

Auf den ersten Blick stimmt dieses Argument. Darauf beruht sogar das Geschäftsmodell der Adressverkäufer. Es gibt jede Menge Leute da draußen, die sich über zehn Newsletter ein und desselben Versenders maßlos ärgern und beim elften doch wieder kaufen. Manche Leute muss man auch regelrecht überzeugen, bevor sie endlich aktiv werden. Allerdings hat die Sache einen großen Haken. Mit der Zeit sinkt die Qualität solcher Listen, mögen sie auch noch so groß sein, erheblich. Hat ein guter Newsletter durchschnittlich Öffnungsraten von vielleicht 50 %, sind es bei solchen dauerbeanspruchten Listen oft nur noch 10 % oder weniger. Und diese 10 %, der harte Kern, wenn man so will, ist nicht unbedingt die Zielgruppe, die Sie sich vielleicht wünschen. Verkaufen Sie Lotterielose oder Kaffeefahrten, werden Sie vielleicht auch mit diesen Übriggebliebenen ein Geschäft machen. Legen Sie aber Wert auf eher hochwertige und damit meist auch zahlungskräftigere Leserschaft, werden Sie diese unter den Restprozenten mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr finden. Es ist immer auch eine Frage der eigenen Ansprüche.

  • Wollen Sie einfach Geld verdienen, egal womit und von wem, dann setzen Sie auf Masse.
  • Wollen Sie eine zufriedene, kommunikative und begeisterte Kundschaft, setzen Sie besser auf Klasse.

Der „Königsweg“ liegt meist irgendwo dazwischen, allerdings mit deutlicher Tendenz zur „Klasse“. Auch Wunschkunden ertragen ein gewisses Quantum an „Belästigung“. Es ist unmöglich, dass jeder einzelne Newsletter auch jeden einzelnen Leser hundertprozentig begeistert. Auch das oben erwähnte Argument stimmt zum Teil, denn eine “bereinigte“ Liste kann auch bessere Kennziffern, wie Öffnungsraten und Klickraten, bedeuten. Wenn sich der eine oder andere „Querulant“ abmeldet, kann man es auch positiv sehen. Gerade, wenn man als Belohnung für eine Anmeldung ein Gratis-Produkt vergibt, sind die Abbestellraten bei den darauf folgenden Newslettern etwas höher als im Durchschnitt, weil sich einige „Gratis-Abstauber“ eben auch ganz schnell wieder aus dem Staub machen.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer die Frage: Wo hört die Information auf und wo fängt die Belästigung an? Oder genauer: Wie viele Newsletter, in welcher Häufigkeit, kann und soll ich meinen Lesern zumuten? Ausführlich besprochen haben wir diese Frage bereits im ersten Teil unseres kleinen Workshops, denn die Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Es kommt hier stark auf die Branche, die Produkte, den Informationsbedarf und auch die Art des Newsletters an. Versenden Sie aktuelle Nachrichten-Newsletter, können und müssen Sie diese öfter verschicken, als reine Angebotsnewsletter. Auch spielt hier die Zielgruppe eine wichtige Rolle. Akzeptieren Ihre Leser Werbung auch in kürzeren Intervallen oder fühlen sie sich durch ständige Sonderangebote schnell belästigt? Die Schmerzgrenze ist hier durchaus unterschiedlich hoch. Generell gilt: Ihre Newsletter müssen für Ihre Zielgruppe relevant, das heißt interessant sein, dann werden sie auch nicht als Belästigung empfunden. Gleichzeitig sollten die Newsletter in regelmäßigen Abständen versandt werden. Dann setzt ein kleiner Gewöhnungseffekt ein. Der Newsletter wird besser akzeptiert, weil er nicht überraschend und unerwartet eintrifft, sondern z.B. wie üblich am Freitagnachmittag: „Ach, die wieder.“ Der Empfänger ist nicht überrascht und seine Verärgerung hält sich in Grenzen. Und: Er weiß, dass er von Ihnen immer und auch nur am Freitagnachmittag, Post bekommt. Versenden Sie Ihre Newsletter dagegen unregelmäßig, reagiert der Empfänger eher verärgert und stellt sich, meist unterbewusst die Frage, wann er denn wieder belästigt wird. Schwupps, ist das Ding wegabonniert oder im Spamordner. Haben Sie es geschafft, dass Ihr Newsletter nicht von vorn herein im Spamfilter landet, sondern von den Empfängern zumindest akzeptiert wird, haben Sie die erste Hürde bereits genommen. Jetzt muss er nur noch gelesen werden. Wie Sie es schaffen, dass Ihr Newsletter geöffnet und gelesen wird, und vor allem auch, Foto: aboutpixel.de / Sebastian Thanner Informieren nicht penetrieren ist die Devise beim Newsletter. Keiner will genervt werden.

Wie Sie den Leser dazu bringen, die von Ihnen gewünschte Handlung auch tatsächlich durchzuführen, dazu finden Sie weitere Informationen im Workshop-Teil Content-Erstellung: https://www.internetunternehmerakademie.de/content-erstellung/text-erstellung/so-schreiben-sie-newsletter-die-gelesen-werden/
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[dt_sc_toggle title=“Geld verdienen auf Knopfdruck –  So funktioniert es wirklich!“]

Laut einer Studie im Auftrag des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) nutzen bereits mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig das Internet. Das sind mehr als zwei Drittel (72%) unserer Nachbarn und Arbeitskollegen. (Lässt man dabei die Gruppe der Senioren über 65 Jahre (nur 23% Internetnutzung) einmal außen vor, so ist der Anteil der Internetnutzer sogar noch höher.) Das sind rund 40 Millionen Menschen. Eine der beliebtesten Beschäftigungen scheint dabei das Onlineshoppen zu sein. Immerhin gaben in der Studie 85% der Befragten an, bereits Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft bzw. gebucht zu haben. Über 70% dieser 40 Millionen gaben an, das Internet mehr als eine Stunde am Tag. Eine der beliebtesten Beschäftigungen scheint da -bei das Onlineshoppen zu sein. Immerhin gaben in der Studie 85% der Befragten an, bereits Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft bzw. gebucht zu haben. Wenn man jetzt unterstellt, dass wohl alle Nutzer in dieser Zeit auch mindestens einmal ihre E-Mails abrufen, bekommt man eine Vorstellung, wie groß die Zielgruppe für E-Mail-Werbung insgesamt ist. Wie groß ist die Anzahl Ihrer Newsletter-Abonnenten? Ein paar Hundert oder Tausend von 40 Millionen? Auch, wenn man natürlich nicht davon ausgehen kann, dass jeder einzelne Internetnutzer auch Ihrer Zielgruppe angehört, werden Sie mir wohl zustimmen, dass auch bei Ihnen noch ein wenig Luft nach oben ist, oder? Deshalb möchte ich Ihnen in einem E-Mail-Marketing-Workshop in dieser und den nächsten Ausgaben einmal zeigen, wie Sie Ihre E-Mail-Werbung optimieren und professionalisieren, denn diese Form der Werbung ist nicht nur die einfachste, sondern auch die billigste Form, mit Ihren Kunden (regelmäßig) in Kontakt zu treten, eine stabile Kundenbindung aufzubauen und Ihre Umsätze schnell  und nachhaltig deutlich steigern.

Jede Menge verschenktes Potenzial

In diversen Umfragen geben drei Viertel der befragten Unternehmen zwar regelmäßig an, E-Mail-Werbung als Marketinginstrument zu nutzen, aber sieht man sich dies im Detail an, erkennt man schnell, dass die meisten Unternehmen hier noch immer jede Menge Potenzial verschleudern.  Die meisten sind zwar davon überzeugt, dass E-Mail-Marketing nützlich und auch notwendig ist, aber sie gehen das Thema oft wenig professionell an. Vielleicht liegt es daran, dass E-Mails sich so leicht von jedem beliebigen Computer oder sogar aus dem eigenen Onlineshop heraus  versenden lassen?  Es geht ja auch ganz einfach: Schnell einen Text aus dem Ärmel schütteln und an die komplette Liste versenden. Fertig! Das ist im Grunde auch das Prinzip. Genau deshalb wird E-Mail-Marketing ja gemeinhin als das einfachste und billigste Marketingelement bezeichnet. Nur ist einfach nicht immer auch automatisch gut, denn wer es sich zu einfach macht, verschenkt jede Menge Potenzial.

Wissen Sie eigentlich:

  • Wie viele Addressaten Ihre E-Mail auch tatsächlich bekommen?
  • Wie viele von denen öffnen dann Ihre E-Mail?
  • Wie viele klicken auf den enthaltenen Link?
  • An welchen Wochentagen und zu welchen Tageszeiten werden Ihre E-Mails besonders oft geöffnet?
  • Welche Themen werden oft angeklickt?
  • Welche Betreffzeilen werden am meisten beachtet?

Alle diese Aspekte sind Ansatzpunkte für die Optimierung und Professionalisierung Ihres E-Mail-Marketings. Viele Onlinehändler sind erstaunt und überrascht, wenn sie erfahren, dass die Newsletter-E-Mails, die Sie am eigenen Computer oder über ihre Shopsoftware versenden, als “SPAM” abqualifiziert und mit einer entsprechenden Markierung versehen in den Post-eingangsordnern ihrer Kunden landen. Wenn Sie das erst einmal wissen, wundern Sie sich zumindest nicht mehr, dass Ihre E-Mail-Aktionen so gut wie keine Resonanz zeigen.
Wenn Sie jetzt auch noch wissen, dass gute Betreffzeilen die Öffnungsraten verdoppeln oder gar verdreifachen können und optimierte E-Mail-Texte ähnliche Effekte erzielen, können Sie sich leicht ausrechnen, welches enorme Potenzial noch in Ihrer E-Mail-Liste schlummert und welche Umsätzen Ihnen möglicherweise mit jedem versandten Newsletter verloren gehen.
Und, auch wenn Sie schon regelmäßig den Erfolg Ihrer E-Mail-Aktionen auswerten und versuchen Ihre Kampagnen immer weiter zu optimieren, ist dies ein mühseliges Unterfangen und es kann auch leicht schiefgehen, wenn man es nicht richtig angeht. Es ist sehr leicht Newsletter-Abonnenten zu verärgern aber umso schwerer, eigentlich so gut wie unmöglich, einen einmal vergraulten Abonnenten zurückzugewinnen.

E-Mail-Marketing: Geld verdienen auf Knopfdruck

E-Mail-Marketing ist ein zentrales Instrument für jeden, der im Internet erfolgreich Geld verdienen möchte. Unter den klassischen Internet Marketern hat sich das auch bereits herumgesprochen. Kein Wunder – mit keinem anderen Instrument läßt sich wie auf „Knopfdruck“ Umsatz machen und Geld verdienen.

Warum ist das so?

Für viele vielleicht noch schwer verständlich, ist das E-Mail-Marketing nichts anderes als die moderne, digitale Form des klassischen Werbebriefs. Was seinerzeit noch umständlich mit Adressengenerierung oder –einkauf, Bereitstellung von Informationsmaterial, Druck, Konfektionierung, Versand und deshalb natürlich mit hohen Kosten (alleine ein Standardbrief kostet 0,55 Euro Porto!) verbunden war, läßt sich heute mit einfachen Möglichkeiten sogar vom Ein-Mann-Betrieb mit wenigen Mausklicks erledigen. Aber die moderne Technik bietet gegenüber den klassischen papiergebundenen Mailings noch weitere Vorteile: Bereits innerhalb weniger Stunden ist der Erfolg einer E-Mail-Marketing Kampagne nahezu vollständig messbar. Dadurch können Aktionen im Webshop, neue Produkte oder auch Affiliate Produkte anderer Hersteller schnell und unkompliziert beworben werden. Ob Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden getroffen haben (oder auch nicht), können Sie nahezu sofort ablesen – anhand von Öffnungsraten, Klicks, Eintragungen oder Umsätzen.

Sehen wir uns zunächst den Ablauf im Email Marketing an:

  • Sie brauchen natürlich Emailadressen, an die Sie Ihre Werbung oder Ihren Newsletter schicken. Diese müssen rechtssicher erworben werden. Dazu können Sie Adressen von speziellen Anbietern einkaufen, besser ist  es aber, diese Adressen selbst zu generieren.
  • Wenn Sie Adressen haben (vom Grundprinzip langt da eine einzige schon), können Sie sofort loslegen.

Das heißt: Halt! Besser Sie legen bereits vorher los: Bereiten Sie sich gut vor, damit Sie gerüstet sind, sobald sich der erste Interessent bei Ihnen meldet. Damit Sie und ich von den gleichen Dingen sprechen, beginnen wir zunächst mit einer Einführung der wichtigsten Begriffe, bevor wir danach tiefer in die Materie einsteigen.

Die Grundlagen

Autoresponder – Die richtige Software finden

Legen wir gleich los und beginnen mit dem Herzstück Ihres E-Mail-Marketings, dem Autoresponder. Der Autoresponder ist nichts anderes als eine Software, die ihnen wichtige Aufgaben abnimmt. Er sammelt die Emailadressen von Interessenten in einer Datenbank, verschickt automatisch voreingestellte Emails und sammelt Daten über die Öffnungen und Klicks Ihrer Leser. Es gibt auf dem Markt viele verschiedene Anbieter für eine solche Software Lösung.

Auflistung der bekanntesten Anbieter:

Man kann, anhand des Ortes, wo die Software inkl. Adressdaten -bank, installiert wird, grundsätzlich zwei verschiedene Systeme unterscheiden:

auf der eigenen Domain:
Manche Anbieter verkaufen Autoresponder-Software, damit Sie sie dann auf einer eigenen Domain installieren und pflegen. Der

Vorteil dieser Lösung ist der meist günstige Preis. Sie haben eine einmalige Anschaffung zu machen und müssen sich um monatliche Kosten keine Gedanken mehr machen. Jeder Vorteil hat allerdings auch einen Nachteil und in diesem Fall sind es gleich mehrere: Sie müssen sich selbst um eine Datensicherung der eingepflegten Emailadressen kümmern. Gleichzeitig müssen Sie dafür Sorge tragen, daß Ihre Emails von den Email Service Providern Ihrer Leser nicht von vorneherein als Spam, also unerwünschte Werbung, klassifiziert werden. Unter Umständen verbrennen Sie mit einer Spameinstufung nicht nur die Domain, auf der Sie die Autoresponder Software installiert haben, sondern Sie gefährden Ihr gesamtes Unternehmen.

Serverbasiert:
Besser gleich richtig: Suchen Sie sich einen Anbieter, der die Autoresponder Software als webbasierte Lösung anbietet. Zum einen werden hier die Daten mehrfach gesichert und sind somit bei Hackerangriffen, Stromausfällen und Serverschäden gesichert und können problemlos wiederhergestellt werden. Zum anderen verfügen diese Anbieter in der Regel über die notwendigen Zertifikate, die man braucht, um von den Email Service Providern als erlaubnisbasierte Emailversender anerkannt zu werden. Es gibt mittlerweile auch viele deutsche Anbieter auf dem Markt, die unterschiedliche Angebote haben. Der Vorteil eines deutschen Anbieters ist in jedem Fall, daß Sie mit Umlauten wie ä, ö und ü keine Schwierigkeiten haben. Der nächste Punkt ist das ebenfalls unumgängliche Whitelisting. Mit Whitelisting bezeichnet man den Vorgang, bei dem der Leser den Empfang der Ihrer Emails in seinem Mailprogramm als erwünscht einstuft. Denn wenn die Email vom Service Provider des Empfängers als spamfrei eingestuft wird, bedeutet das noch lange nicht, daß sie auch im Posteingang Ihres Lesers landet. Interne Spamfilter können den Eingang im Postfach auch noch verhindern. Aus diesem Grund bieten gute Email Marketing Anbieter das Whitelisting standardmäßig an. Optimal ist es dann gelöst, wenn der Empfänger nach seiner Maildomain (bspw. @googlemail.com) ausgerichtete Whitelistinganweisungen bekommt. Damit haben Sie dann die optimalen Voraussetzungen, daß Ihre Leser die von Ihnen verschickten Newsletter lesen können.

Bekannte Mailserver-Anbieter im Praxistest

AWeber
Der Marktführer in Sachen E-Mail-Marketing ist der amerikanische Dienst AWeber. Und damit liegt ein Nachteil für deutsche Nutzer gleich auf der Hand: Der Dienst ist komplett in englischer Sprache. Das ist nicht nur für den Nutzer von AWeber unter Umständen ein Problem, sondern auch für die Interessenten, die hier ihre E-Mail-Adresse hinerlassen. Denn sie erhalten eine Bestätigungsmail, die zumindest zum Teil immer auf englisch ist.

GetResponse
Der Hauptkonkurrent von AWeber ist ursprünglich ebenfalls ein englischsprachiger Dienst: GetResponse. Doch im Gegensatz zu dem großen Konkurrenten, lernt GetResponse nach und nach immer mehr Sprachen – unter anderem auch deutsch! Das macht diesen Dienst natürlich für deutsche Anwender interessant und ein näherer Blick lohnt sich in jedem Fall.

Cleverreach
Ein reinen deutschen Service bietet Cleverreach. Cleverreach bietet einen soliden Mailservice an mit vielen wichtigen Funktionen. Die Prepaid-Tarife machen Cleverreach insbesondere für Wenig- oder Gelegenheits-Versender interessant. Allerdings hapert es ein klein wenig bei der weiteren Preisgestaltung, denn bei großen Listen wird Cleverreach im Vergleich zur Konkurrenz recht teuer…

Klick-Tipp
Ein noch relativ junger deutscher Dienst ist Klick-Tipp. Klick-Tipp wurde insbesondere für die Bedürfnisse von Internetmarketern konzipiert, die sich vornehmlich im Bereich der digitalen Informationsprodukte tummeln. Mit innovativen Funktionen versucht sich Klick-Tipp von der übrigen Masse der Mailservices abzuheben. Allerdings nicht immer mit Erfolg und zu einem Preis, der sich – zumindest für kleinere Listen – gewaschen hat…

Double Opt-In (doppelte Zustimmung)

Nachdem wir besprochen haben, womit man E-Mail-Marketing betreiben sollte, wenden wir uns nun einem weiteren wichtigen Baustein des E-Mail-Marketing zu: Den Lesern. Das beste E-Mail-
Marketing nützt nichts, wenn es niemanden erreicht. E-Mail-Marketing richtet sich an E-Mail-Leser und damit wir denen überhaupt irgendetwas zum Lesen zusenden können, benötigen wir

  1. eine gültige E-Mail-Adresse und
  2. die Zustimmung des Lesers zum Empfang unserer E-Mails

Beachten Sie unbedingt auch den zweiten Punkt: In Deutschland müssen Sie als Versender nachweisen können, dass der Empfänger Ihnen die Erlaubnis erteilt hat, ihm (Werbe-)E-Mails zu schicken. Die Betonung liegt hier auf “Nachweisen”. Ein Kunde, der irgendwann einmal etwas in Ihrem Onlineshop bestellt hat, hat Ihnen damit nicht automatisch auch die Zustimmung zum Erhalt von Werbemails oder Ihres tollen Newsletters gegeben. Gerichte haben da mittlerweile mit entsprechenden Urteilen sehr strenge Grenzen gezogen und der Bundesgerichtshof stellte schon 2009 in einem richtungsweisenden Urteil (Beschluss v. 20.05.2009, Az: I ZR 218/07 – „E-Mail-Werbung II“) eindeutig klar:

“Wegen des unzumutbar belästigenden Charakters derartiger Werbung gegenüber dem Empfänger ist die Übersendung einer Werbe-E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung grundsätzlich rechtswidrig.”

Schon das einmalige Versenden einer unerbetenen E-Mail ist rechtswidrig, auch wenn sich für den Betroffenen dadurch noch keine gravierenden Nachteile ergeben. Aber, weil davon ausgegangen werden kann, dass es nicht bei einer E-Mail bleibt, sei der Betroffene zum Handeln gezwungen, um weiteren Belästigungen vorzubeugen. In diesem Urteil wurde schon für das einmalige unerlaubte Versenden einer E-Mail ein Streitwert von 6.000 Euro als angemessen bezeichnet. Bei einem Streitwert von 6.000 Euro hat die unterlegene Partei, schon für nur eine Instanz Kosten in Höhe von knapp 2.800 Euro an eigenen und fremden Anwaltskosten sowie den Gerichtsgebühren zu tragen.

Widerstehen Sie bitte der Versuchung, einfach alle E-Mail-Adressen, derer Sie habhaft werden können, eine eine Liste zu packen und “Newsletter-Empfänger” drüber zu schreiben. Die wenigsten Empfänger würden wohl gleich rechtliche Schritte gegen Sie einleiten, die Ihnen teuer zu stehen kommen würden, aber viele Leute empfinden es trotzdem als Belästigung, ungefragt mit Werbemails oder Newslettern bombardiert zu werden und reagieren entsprechend verärgert. Schnell sind Sie (ihre E-MailAdresse) als SPAM-Versender markiert und keine Ihrer E-Mails erreicht jemals wieder das Postfach des unfreiwilligen Newsletter-Abonnenten.
Überlegen Sie einmal, welchen Eindruck es auf Sie macht, wenn Sie auf einmal ungefragt Werbemails von irgendwelchen Shops oder “Geschäftspartnern” bekommen, an die Sie sich gar nicht mehr erinnern können. Das Wort “Seriös” wird Ihnen dabei bestimmt nicht in den Sinn kommen. Also E-Mails immer nur an Leser senden, die diese auch wollen und Ihnen ihr Einverständnis nachweislich bestätigt haben.Das rechtssichere Verfahren dazu nennt man Double Opt-In.Beim Double Opt-In bestätigt der Empfänger nach seiner Eintragung in Ihre E-Mail-Liste noch einmal, dass er den Empfang von E-Mails ausdrücklich wünscht.

Warum ist dieser Schritt so wichtig?

E-Mail-Adressen können Sie an jeder Ecke kaufen. Gewisse Software-Programme sind in der Lage, das Internet nach eingetragenen E-Mail-Adressen zu durchforsten. Sei es nun im Impressum, bei Kommentaren oder bei Foreneinträgen – nahezu auf jeder Webseite lassen sich E-Mail-Adressen abfischen und zu Spamzwecken missbrauchen. In Spitzenzeiten waren bis zu 95% der verschickten E-Mails nichts anderes als Spam und es gab sogar schon Befürchtungen, dass diese Werbemüllflut den E-Mails als einfaches und unkompliziertes Kommunikationsinstrument den Garaus machen würde. Mittlerweile nimmt das Aufkommen an Spam-E-Mails, auch durch gezielte technologische Maßnahmen der E-Mail-Provider zwar wieder etwas ab, aber es werden noch immer gut 80% aller verschickten E-Mails als Spam E-Mails verschickt. Bekannte Spam-Versender werden in so genannten Blacklists (schwarzen Listen) vermerkt und viele E-Mail-Programme greifen auf diese Listen zurück und filtern E-Mails, die von solchen Adressen versandt werden entweder gleich aus dem Posteingang oder versehen diese mit einer SPAM-Markierung. Werden nun E-Mails von Ihnen besonders häufig von den Empfängern als SPAM gemeldet, könnte auch ihre Versandadresse eines Tages in einer solchen Blacklist landen und Sie wären als Spammer gebrandmarkt.

Das Gegenteil sind die so genannten Whitelists (weißen Listen), in denen Firmen und E-Mail-Provider aufgenommen werden, die genau definierte Bedingungen erfüllen und garantiert keinen Spam versenden. Alle diese Anbieter sind verpflichtet das Double Optin-Verfahren zu nutzen. Wenn Sie diese Dienstleister für den Versand Ihrer E-Mails nutzen wollen, werden entweder nur E-Mail-Adresse in die Datenbank aufgenommen, deren Inhaber sich direkt über diesen Dienstleister in Ihre Listen eingetragen haben oder Sie müssen nachweisen, dass Sie diese Adressen anderweitig über das Double Opt-In-Verfahren gewonnen haben. Selbstverständlich sollten Sie immer nur Dienstleister wählen, die auf den entsprechenden Whitelists vertreten sind und auch für Sie persönlich hat der Double Opt-In-Zwang nur Vorteile. Durch das zweite (doppelte) Bestätigen der Eintragung sichern Sie sich als Versender einer E-Mail ab, dass Sie die Erlaubnis des Empfängers tatsächlich vorliegen haben. Diese Einwilligung wird von den Programmen registriert und diese Registrierung ist ein entsprechen-der Nachweis, der im Ernstfall auch vor Gericht stand hält.

Aber auch hier gilt Vorsicht!

Eine Einwilligung durch Anerkennen der AGB, in denen eine entsprechende Klausel steht, ist nicht erlaubt! Einwilligungen in die direkte werbliche Ansprache über Telefon, Fax und E-Mail bedürfen demnach immer einer gesonderten Opt-In-Erklärung. So hat das Oberlandesgericht Hamm erst vor wenigen Monaten entschieden. Auch halten einmal gegebene Einverständniserklärungen nicht ewig vor. Wenn Sie nicht innerhalb einer angemessenen Zeit anfangen, E-Mails zu versenden, verwirkt die einmal gegebene Einwilligung wieder. Das hat das Landgericht (LG) München I in einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden (Urteil vom B. März 2010, Az. 17 HK 0 138/10). Im konkreten Fall ging es um eine etwa eineinhalb Jahre zurückgehende Einwilligung zum Empfang von Werbe-E-Mails, die der Kläger im Rahmen eines Gewinnspieles gegeben hatte. Der Beklagte hatte erst nach dieser Zeitspanne angefangen, diese Adresse zum Versand von Werbe-E-Mails zu nutzen. Das Gericht entschied nun, dass diese Zeitspanne zwischen Einwilligung und Versand eindeutig zu lang sein. Eine konkrete Zeitgrenze, bis zu der die erstmalige Nutzung einer E-Mail-Adresse noch erlaubt ist, wurde allerdings nicht angegeben. Rechtsexperten empfehlen deshalb nicht mehr als 3 Monate bis zum ersten Versand einer E-Mail bzw. eines Newsletter verstreichen zu lassen. Grundsätzlich sollte Sie auch das Austragen aus Ihrer E-Mail Liste so einfach wie nur irgend möglich machen.

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[dt_sc_toggle title=“Hochwertige E-Mail-Adressen einsammeln und effektive Listen aufbauen“]

Kaufen? Mieten? Selber sammeln? – Was ist die beste Methode einen lukrativen E-Mail-Verteiler aufzubauen? Das verraten wir Ihnen und auch, warum Sie Ihren Newsletter als Produkt betrachten sollten, wenn er erfolgreich sein soll.

Eine der wichtigsten Fragen: Wem schicke ich meine Emails und Newsletter?

Wenn Sie sich für professionelles E-Mail-Marketing entscheiden, müssen Sie natürlich auch Leser haben, die die von Ihnen verfassten E-Mails lesen. Wie immer führen auch im E-Mail-Marketing unterschiedliche Wege nach Rom. Allerdings haben diese unterschiedlichen Wege auch unterschiedliche Erfolgsgeschichten zu bieten. Im heutigen Artikel beleuchte ich die diversen Möglichkeiten, die Sie haben, um an Empfänger für Ihr E-Mail-Marketing zu kommen.

Inhaltsverzeichnis:

  • E-Mail-Adressen kaufen
  • E-Mail-Adressen mieten
  • E-Mail-Adressen selbst einsammeln
  • Betrachten Sie Ihren Newsletter als Produkt!
  • Lieber qualifizierte Daten oder lieber mehr Emailadressen?
  • Was ist das Einfachste?
  • Kleine Geschenke erleichtern die Freundschaft!
  • Woher den Traffic nehmen?
  • Pay per Lead: Sie bezahlen nur, wenn Sie etwas bekommen haben!
  • E-Mail-Adressen im B2B-Bereich

E-Mail-Adressen kaufen

Kaufen Sie niemals Email-Adressen! Mehr müsste man eigentlich zu diesem Thema nicht schreiben. Wenn Sie wissen wollen, warum nicht, eine Frage:

Hat der Inhaber der Email-Adresse IHNEN nachweislich die Erlaubnis zum Versand von Emails an seine Adresse gegeben?

Alles andere in diesem Zusammenhang ist für Gerichte völlig egal. Im Streitfalle wird der Richter Ihnen genau diese eine Frage stellen. Können Sie diese Frage  nicht eindeutig bejahen und das Einverständnis auch nachweisen, haben Sie schon verloren. Die Zustimmung zum Versand von E-Mails muss immer explizit gegenüber dem Versender selbst gegeben werden. Diese Zustimmung kann nicht übertragen werden und man kann diese Zustimmung auch nicht weiterverkaufen. Jeder, der Ihnen etwas anderes erzählen will, lügt!

E-Mail-Adressen mieten

Weil man E-Mail-Adressen nicht verkaufen darf, diese andererseits aber heißbegehrt sind, haben findige Adressbroker ein anderes Geschäftsmodell entwickelt. Sie verkaufen keine Adressen (mehr). Sie vermieten diese lediglich. Der Versand von E-Mails erfolgt bei dieser Mietvariante immer im Namen des Vermieters und dem haben die Empfänger (hoffentlich) die Zustimmung zum Erhalt von E-Mails gegeben. Diese Variante ist deshalb tatsächlich legal, wenn der Vermieter sich legaler Methoden zur Adressgewinnung bedient hat.  Wenn Sie E-Mail-Adressen von externen Anbietern anmieten wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie sich möglicherweise auf sehr dünnem Eis bewegen. Sie wissen unter Umständen nicht, unter welchen Voraussetzungen die Empfänger-Adressen generiert wurden.

•  Gab es ein Double Opt-In Verfahren?

•  Wenn ja, sind die Empfänger damit einverstanden, dass die E-Mail Adressen an Dritte weitergegeben – vermietet – und zu Werbezwecken genutzt werden können?

Gerade in Deutschland und im Hinblick auf die ständig währende Debatte um Datenschutz sollten Sie Vorsicht über Profit stellen. Bei den großen Anbietern können Sie in der Regel davon ausgehen, dass diese sich an die rechtlichen Vorschriften halten. Des -halb sind diese Mietadressen auch nicht immer ganz billig. Bei Billiganbietern oder gar dubiosen Firmen, die Ihnen Adressen zum Kauf anbieten, ist Vorsicht geboten. Im Streifall wird immer der Versender der E-Mails zur Rechenschaft gezogen. Ein weiteres Thema sind die eher vagen Erfolgsaussichten. Es ist für einige Anbieter ein leichtes, Ihnen teilweise sogar mehrere Millionen E-Mailadressen zur Verfügung zu stellen, aber hier stellt sich dennoch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Gerade bei angemieteten E-Mailadressen – oftmals dürfen Sie die Adressen nur einmal anschreiben – ist die Erwartungshaltung beim Empfänger eher niedrig – der Ertrag des versendenden Unternehmers oftmals ebenso! Als zusätzlichen Part im Rahmen einer Gesamtstrategie kann die Anmietung von E-Mailadressen sinnvoll sein, der Königsweg ist es jedenfalls nicht.

Man kann Email-Adressen für den einmaligen Gebrauch, also das Versenden einer einzigen E-Mail oder auch für einen dauerhaften Gebrauch anmieten. Ersteres ist in den meisten Fällen deutlich billiger und auch immer zu empfehlen, wenn Sie die Qualität der Mietadressen nicht beurteilen können. Wenn Sie solche Adressen nutzen, platzieren Sie auf der Landingpage (siehe unten) auch immer deutlich sichtbar eine Möglichkeit sich in Ihren eigenen Newsletter einzutragen. So können Sie einige Empfänger, die sich womöglich tatsächlich für Ihre Firma bzw. Ihre Produkte interessieren, aber nicht gleich bestellen wollen, von den Adressbrokern “abstauben”.

E-Mail-Adressen selbst einsammeln

Der sicherste Weg E-Mail-Adressen zu sammeln ist es immer noch, dies selbst zu tun. Sie selbst können für die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften sorgen. Auch hat das Selbsteinsammeln einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für die spätere Akzeptanz Ihres Newsletters. Konkret auf die Öffnungs- und Klickraten. Diese sind normalerweise deutlich höher, als wenn Sie zum Beispiel den gleichen Newsletter an eine Mietadressenliste schicken.
Der Grund liegt auf der Hand. Die eigenen Adresssammelseiten sind in der Regel themenrelevant zum Newsletter. Im Gegensatz zu Gewinnspielseiten und Ähnlichem, über die meist die Mietadressen gewonnen werden. Wer sich für Ihre Webseite, Ihr Unternehmen, Ihre Produkte interessiert und aus diesem Grunde Ihren Newsletter abonniert, wird sich später auch für dessen Inhalte und Botschaften begeistern lassen. Wenn nicht, liegt der Fehler meist beim Absender des Newsletters, also bei Ihnen.
Bei Mietadressen hingegen, die irgendwo angegeben wurden, um an einer irgendeiner Verlosung teilzunehmen oder irgendeine Gratis-Probe abzustauben, wird Ihr Newsletter, zumal er einer von vielen sein dürfte, auf eher mäßiges Interesse stoßen. Es sei denn, Sie haben entweder Glück und der Gewinnspielteilnehmer hat zufälligerweise auch ein Interesse an Ihren Produkten und Dienstleistungen oder Sie nutzen die einzige Ihnen wirklich bekannte Tatsache über dem Empfänger. Nämlich, dass er mit großer Sicherheit begeisterbar ist für Gewinnspiele, Gratis-Proben oder andere kostenlose Beigaben. Einen Newsletter an Mietadressen sollten Sie deshalb immer auf diese Anreize hin ausrichten.
Ob aber aus Schnäppchenjägern und Kostenlos-Abstaubern tatsächlich Kunden werden, die sich bei Ihnen den Warenkorb randvoll mit Premium-Produkten füllen, dürfte fraglich sein. Es sei denn, Sie sprechen mit Ihren Angeboten bzw. Ihrer Art der Werbung genau diese Zielgruppe an. Dann, aber auch nur dann, sind Mietadressen wirklich zu empfehlen.
Für alle anderen ist es meist effektiver und auch billiger Adressen nicht zufällig einzukaufen, sondern an der richtigen Stelle einzusammeln. Nämlich genau dort, wo die Interessen der Kunden und Ihre eigenen Interessen zusammenkommen. Und das ist in der Regel Ihre eigene Webseite! Weil jetzt aber eine Firmenwebseite nicht hauptsächlich den Zweck erfüllen soll, E-Mail-Adressen zu generieren, ist eine solche Seite natürlich nicht optimal für diesen Zweck eingerichtet und aufgebaut. Jeder, der sich im Onlinehandel ein wenig auskennt, weiß, dass Produkte sich besser verkaufen, wenn sie auf eigens erstellten Produktseiten, werbetechnisch auf den Verkauf hin optimiert, präsentiert werden. Diese Seiten fallen unter die Kategorie Landingpages. Und jetzt:

Betrachten Sie Ihren Newsletter als Produkt!

… dass sich im Grunde genau so verkaufen lässt, wie jedes andere Produkt in Ihrem Shop. Nur, dass der Kunde hier nicht mit Geld, sondern seiner E-Mail-Adresse zahlt. Die E-Mail-Adresse eines Internetnutzers, der explizit an Ihrem Unternehmen und/oder Ihren Produkten Interesse hat, ist wertvoll! So wertvoll, dass man einige Mühen und vielleicht auch etwas Geld, in die Gewinnung dieser Adressen investieren sollte. Diese Investition zahlt sich, zumindest mittel- und langfristig, immer aus. (Es sei denn, Sie ruinieren den Wert ihrer E-Mail-Adresslisten durch falsches E-Mail-Marketing. Dazu an anderer Stelle mehr.)

Newsletter = Produkt = Verkaufen

Hat man dieses Denken erst einmal verinnerlicht, setzen bei einem richtigen Verkäufer gleich weitere Automatismen ein.

  •  Verkaufen optimieren
  •  Verkäufe steigern

Man betrachtet die E-Mail-Liste auf einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel.

  •  Wie viele Neuanmeldungen heute?
  •  Hat sich die Zahl der Neuanmeldungen gesteigert?
  •  Wie sieht die Quote Webseitenbesucher/Newsletteranmeldungen aus?
  •  Was kann ich machen, damit die Quote weiter steigt?

Wenn Sie jetzt auch noch Öffnungsraten und Klickraten mit dem Verkäuferblick betrachten und bewerten, wird in Ihnen zwangsläufig der Ehrgeiz erwachsen, diese Zahlen ständig zu prüfen, zu steigern, zu optimieren um das Bestmögliche aus diesem Produkt herauszuholen.
Cross-Selling, Gratisproben, kostenlose Beigaben, Social Media, AdWords, etc. – die komplette Marketingpalette kann man einsetzen, um seinen Newsletter zu “verkaufen” und im Gegenzug mit der E-Mail-Adresse des “Käufers” entlohnt zu werden. Und das lohnt sich tatsächlich, denn gutgemachtes E-Mail-Marketing ist jeden Heller und Pfennig wert, weil es sich so gut wie immer auszahlt. Eine E-Mail-Liste ist keine nette, so ganz neben -bei abfallende, Marketingsache. E-Mail-Marke -ting ist eines der effektivsten und erfolgreichsten Marketinginstrumente überhaupt. Ganz einfach, weil es unschlagbar billig ist! Vielleicht sehen Sie jetzt Ihren Newsletter mit ein wenig anderen Augen und bestimmt haben Sie schon die eine oder andere Idee, wie Sie Ihr Newsletter-Produkt noch ein wenig besservermarkten können. Setzen Sie sich konsequent das Ziel, die “Verkäufe” Ihres Newsletters zu steigern. Woche für Woche, Monat für Monat. Pflegen Sie gleichzeitig die so entstehende Adressliste und schon bald wird das E-Mail-Marketing ein wichtiger, weil höchsteffektiver Bestandteil Ihres Marketing-Konzeptes, Ihres Kundenbindung-Konzeptes und als Resultat daraus, Ihres Gewinn-Konzeptes sein.

Oberstes Ziel: Punktlandung

Wenn Sie Ihre Kunden und/oder Interessenten durch eine – wie auch immer geartete – Werbekampagne auf sich und Ihr Angebot aufmerksam machen, kommen diese in aller Regel auf eine so genannte Landing Page. Die Landing Page ist wie der Name schon ausdrückt, die Seite, auf der Ihre Besucher „landen“, wenn Sie entweder einen bestimmten Suchbegriff bei einer Suchmaschine eingeben, für die Sie Werbung geschaltet haben, oder die einfach Ihre Startseite ist. Somit ist die Landing Page für den ersten Eindruck bei Ihrem zukünftigen Kun den extrem wichtig. Auch und wahrscheinlich erst recht im Internet Marketing gilt:

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!

Die Landing Page kann auch gleichzeitig die “Verkaufs”-Seite sein, auf der Sie die E-Mailadresse Ihrer Kunden einsammeln. Eine solche „E-Maileinsammelseite“ nennt man Squeeze Page. Diese Seite hat in ihrer höchsten Reinkultur einzig und allein den Zweck, Email-Adressen der Besucher einzusammeln – man kann auch sagen, rauszuquetschen! Optimierte Squeeze Pages haben daher oftmals nur noch einen Text oder ein Video und ein Eintragungsformular, in das der Besucher seine Daten eintragen darf/soll.

Lieber mehr Daten oder lieber mehr E-Mail-Adressen?

Was benötigen Sie im E-Mail Marketing zwingend? Richtig: E-Mail-Adressen, an die Sie rechtssicher Ihre Newsletter und Autoresponder-E-Mails verschicken können. Die oberste Maxime dabei ist:


Mach es dem Interessenten so einfach wie möglich, deine Emails zu erhalten!

Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass es sinnvoll ist, so viele Informationen wie möglich über die Leser einer E-Mail-Marketing-Kampagne zu erfahren. Das ist sicher richtig, wenn man diese E-Mails von einem externen Anbieter hinzukauft. Dadurch können bestimmte Zielgruppenadressen, bspw. männliche Erwachsene zwischen 35 und 55 Jahren, die einen rosaroten Gogo fahren und gerne Leitungswasser trinken, ausgesucht werden. Wenn Sie zwischen einem und fünf Euro je Adresse bezahlen, ist es sicher notwendig, sich über die exakte Zielgruppe Gedanken zu machen. Wenn Sie jedoch eine eigene Squeeze Page haben, von der aus Sie selbst die E-Mailadressen einsammeln, wissen Sie ja, dass diese Adressaten – egal welches Wasser sie trinken und welches Auto sie fahren – zumindest eine Affinität zu Ihrem Produkt, bzw. Ihrer Nische haben. Folglich ist es eher sinnvoll, den Eintragungsprozeß so einfach wie möglich zu gestalten.

In der Folge können Sie diese Listen jedoch immer weiter verfeinern, wenn Sie sich die Mühe machen und Ihr E-Mail-Marketing und auch andere Kundenaktivitäten auswerten und diese Daten miteinandern verknüpfen. Zum Beispiel:

  • Welcher Newsletter-Kunde hat welches Produkt gekauft?
  • Welcher Newsletter-Kunde hat den Newsletter schon lange nicht mehr geöffnet?

Im  ersten Falle können Sie dem Käufer in der Folge produktspezifische Newsletter zukommen lassen. Im zweiten Fall wäre es vielleicht mal wieder Zeit eine Gratisprobe oder einen Rabatt auszuloben. Diese Wiedererweckungs-E-Mail muss aber schon einen deutlich animierenden Betreff haben!

Was ist das Einfachste?

Am schnellsten und einfachsten geht es, wenn Ihre Kunden nur Klicken müssen. Dadurch vermeiden Sie Tippfehler oder sogar Trash-E-Mailadressen, die nur zum Abgreifen eines Geschenks dienen. Allerdings bieten nicht alle Anbieter von E-Mail-Marketing-Software eine Lösung nur zum Klicken an (siehe Erster Teil E-Mail-Marketing-Workshop “Geld verdienen auf Knopfdruck“). Daher sollten Sie die Datenabfrage von sich aus schon weitestgehend und auf das Notwendigste reduzieren.
Und das Notwendigste ist nun einmal einzig und allein die E-Mail-Adresse. Alles andere ist Nebensache. Die Top-Internetmarketer gehen mehr und mehr dazu über, nur noch die E-Mail-Adresse einzusammeln. Wenn die führenden Marketer das machen und damit den besten Erfolg haben, sollten Sie da ruhig abschauen und es ihnen nachmachen!
Hinzu kommt, dass nicht jeder, der sich in Ihre Liste einträgt, daran interessiert ist, seinen Namen preiszugeben. Viele geben da einfach nur irgendwelche Buchstabenkombinationen ein. Damit ist keinem geholfen. Sie müssen nur beachten, dass Sie sich damit der Chance berauben, Ihre E-Mails zu personalisieren. Hier kommt es auf die Zielgruppe an, inwieweit auf eine persönliche Anrede Wert gelegt werden sollte. (Siehe z. B. unten E-Mail-Adressen im B2B)

Kleine Geschenke erleichtern die Freundschaft!

In der Regel tun sich Ihre Besucher leichter damit, sich einzutragen, wenn Sie Ihnen ein kleines Geschenk anbieten. Dieses Geschenk kann ein Bonus bei einer Bestellung, ein Gratis-E-Book, ein Report oder auch eine kleine Videoserie sein, die zum Thema passt. Die Eintragungsraten steigen dadurch beträchtlich an, und es kann durchaus sein, dass sie bis über 15% geht!

Woher den Traffic nehmen?

Damit kommen wir auch zu einem heißen Thema. Wenn Sie nicht ohnehin über ausreichenden Traffic im Rahmen Ihrer Webpräsenz verfügen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, an „Laufkundschaft“ zu kommen, die Sie in Ihr E-Mail-Marketing „locken“ können. Über diese verschiedenen Trafficquellen möchte ich mich an dieser Stelle nicht detailliert auslassen. Sie können aber über Soziale Portale, Bannerwerbung, Fachartikel und Presseveröffentlichungen sicherlich einiges an Besuchern generieren. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein anderes Instrument vorstellen: Pay per Lead.

Pay per Lead: Sie bezahlen nur, wenn Sie etwas bekommen haben!

Das Schöne an Pay per Lead Programmen ist, daß Sie eine Kampagne aufsetzen, sich ein Giveaway für die Eintragung überlegen und erst dann etwas bezahlen, wenn sich ein Interessent einträgt. Anhand bestimmter Qualifizierungen können Sie in der Regel auch festlegen, wann ein Lead zählt. Das hilft, kleine Betrügereien auszuschließen. Die Preise für Pay per Lead Programme sind unterschiedlich und können zwischen weniger Cent bis über einen Euro liegen. Das liegt zum Einen an der Qualifikation, die Sie fordern. Die andere preisbestimmende Komponente ist das Themengebiet, für das Sie neue Leser gewinnen wollen. Nischen, die sehr viel Geld versprechen, wie beispielsweise jegliche Versicherungsmärkte oder Gas-/Strom-Preisvergleiche sind entsprechend hochpreisiger, als dies bei Tierfutter oder Ähnlichem der Fall ist. Die Vielfalt an unterschiedlichen Partnerprogrammen macht es schwer, an dieser Stelle einen geeigneten Anbieter für jede Nische zu nennen.

E-Mail-Adressen im B2B-Bereich

Wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen hauptsächlich im B2B-Bereich verkaufen, müssen Sie einige Besonderheiten be-achten. Im Grunde funktioniert das Sammeln und Sortieren von E-Mail-Adressen hier ähnlich, aber weil Sie es in den meisten Fällen nicht mit einzelnen Personen sondern Firmen zu tun haben, gibt es neben den bekannten rechtlichen Aspekten einige weitere Dinge zu beachten.

Auch für den B2B-Bereich gilt: Keine E-Mails an Empfänger, die dem Empfang nicht vorher nachweislich zugestimmt haben!

Gerichte sehen den E-Mail-Versand ohne Erlaubnis als einen störenden Eingriff in den Geschäftsverkehr. Auch wenn das auf den ersten Blick ziemlich übertrieben klingt, wenn man sich versucht vorzustellen, wie eine einzige E-Mail an einen Einkaufsleiter oder Geschäftsführer gleich den halben Betrieb lahmlegen soll. Aber Sie dürfen nicht vergessen, wenn der E-Mail-Versand ohne Einwilligung erlaubt wäre, würde das nicht bedeuten, man bekommt nur mal hier und da die eine oder andere E-Mail.
Es würde für einige E-Mail-Verwerter bedeuten: Feuer frei! Ein Grund einer noch so unbekannten Firma eine E-Mail nach der an-deren zu senden, findet sich immer. Und das Postfach einer jeden Firmen-E-Mail-Adresse wäre innerhalb kürzester Zeit verstopft. Wenn Sie sich jetzt noch vorstellen, wie mühsam es wäre, diese Praktiken auch nur der nervigsten E-Mail-Belästigern zu stoppen! Jedesmal müsste jetzt die betroffene Firma tätig werden, um die E-Mail-Flut einzudämmen. Der Erfolg wäre wohl immer nur von kurzer Dauer, denn es würde sich immer jemand finden, der die Belästiger-Lücke schnell schließt.  Würde das nicht tatsächlich zu einer empfindlichen Störung des Geschäftsbetriebes führen?
Aus diesem Grund haben die Gerichte Recht, auch im B2B-Bereich eine Zustimmung des Empfängers zu fordern. Das schützt uns im Grunde alle und deshalb ist es gut, wenn wir uns auch alle daran halten. Aber es gibt auch noch einen anderen, auch schon auf den ersten Blick viel einleuchtenderen Grund, sich Mühe zu geben beim Einsammeln von E-Mail-Adressen im B2B-Bereich.

Nur die richtige Adresse ist wirklich wertvoll

Eine Firma besteht in der Regel nicht aus einer einzigen Person. Es gibt mehrere Mitarbeiter, die sich um unterschiedliche Aufgabenbereiche kümmern und nur eine einzige  Person oder Abteilung kümmert sich um den Einkauf von Waren oder Dienstleistungen. Die Einkaufsabteilung, der Einkaufsleiter, die Marketing-Abteilung bei der Buchung von Werbeflächen, die IT-Abteilung bei der Aus -wahl von Soft- oder Hardware. Jede Abteilung und darin meist jeder einzelne Mitarbeiter hat eine eigene E-Mail-Adresse und an genau diese Entscheider-Adresse sollte Ihr Newsletter auch gehen, wenn er Wirkung zeigen soll.
Der Versand an info@ oder post@ -Adressen zeigt meist, zumal bei größeren Firmen, keine erkennbare Wirkung. Woher sollen die Kundenbetreuung oder möglicherweise sogar ein externer Dienstleister, der mit der Abwicklung der allgemeinen Korrespondenz beauftragt ist, wissen, für welche Person im großen Hause welcher Produkt-Newsletter von Interesse ist? Solche Newsletter verschwinden meist ungelesen in den Tiefen des Firmen-E-Mail-Verteiler-Systems. Auch zeugt die Angabe einer solch unpersönlichen E-Mail-Adresse bei der Bestellung des Newsletters nicht gerade von einem hohen persönlichen Interesse des Empfängers. Wäre dies vorhanden, würde wohl jeder Interessent eine individualisierte E-Mail-Adresse eingeben. Gerade damit der Newsletter auch sicher bei ihm ankommt.

B2B-E-Mail-Adressen: Nichts für die Ewigkeit

Für den Erfolg ihres Newsletters oder des E-Mail-Marketings im B2B-Bereich ist es von entscheidender Bedeutung, die E-Mail-Adressen der richtigen Ansprechpartner in der Liste zu haben. Diese zu bekommen, ist allerdings nicht einfach. Und hat man sie einmal, heißt es nicht, dass man jetzt einen dauerhaften Nutzen davon hat. Einschlägigen Statistiken zufolge wechseln innerhalb eines Jahres ungefähr 20 Prozent der Ansprechpartner die Position. Scheidet die Person aus der Firma aus, ist die E-Mail-Adresse wertlos. Nimmt die Person die E-Mail-Adresse in eine neue Position mit, ist sie meist aber nicht mehr der richtige Ansprechpartner. Und in den wenigsten Fällen darf man wohl davon ausgehen, dass der Vorgänger seinem Nachfolger seine persönlichen E-Mail-Kontaktlisten überlässt. Selbst wenn das der Fall wäre, die Erlaubnis auch dem neuen Ansprechpartner seine Newsletter zukommen zu lassen, hat man damit immer noch nicht.

E-Mail-Adresslisten im B2B-Bereich machen also gleich doppelte Mühe.

  • Erst einmal muss man die E-Mail-Adresse (inkl. Versanderlaubnis) des richtigen Ansprechpartners bekommen
  • und dann muss man auch noch ständig dafür sorgen, dass die so gewonnenen E-Mail-Listen immer auf dem neuesten Stand bleiben.

Der Aufwand ist immens, aber der Vorteil, seine Marketing-Botschaft immer an genau der richtigen Stelle zu platzieren, wiegt diesen Mühen doppelt und dreifach wieder auf. Und: Sie können sicher sein, auch wenn Sie diese Mühen vielleicht scheuen, irgendein Mitbewerber wird sie sich machen und hat dann Ihnen gegenüber einen entscheidenden Entscheider-Kontaktvorteil!
Überlegen Sie selbst: Wie wirkt es, wenn Sie nach einem Mitarbeiterwechsel an der für Sie wichtigen Firmenposition den neuen Mitarbeiter mit dem Namen des alten anreden? Zumindest nicht positiv. Eher negativ sogar, wenn Ihr Mitbewerber den Neuen schon beim Namen nennt. Auch das neutrale und unpersönliche “Sehr geehrte Damen und Herren” oder auch die Vermeidung einer direkten Ansprache lassen gleich eine gewisse Distanz zwischen dem Versender und dem Empfänger entstehen. Die richtige persönliche Ansprache dagegen öffnet Türen und stimmt den Empfänger positiv.

Im B2B-Bereich gilt: Klasse statt Masse!

Auch wenn es ein wenig mehr Mühe macht. Dem Empfänger wird diesen Mehraufwand, gerade im Vergleich mit der Konkurrenz, als positiv vermerken und sich zu gegebener Zeit, nämlich dann, wenn die Entscheidung für die eine oder andere Firma getroffen werden soll, daran orientieren. Ein Absage an einen “persönlichen Bekannten” fällt schwerer als an irgendwelche “Damen und Herren.”Wie kommt man aber nun an diese so wichtigen persönlichen Adressen? Auf Messen über Visitenkarten, über Telefonnummern in E-Mails oder Anfragen usw. Aber auch hier wieder der Hinweis: Wenn eine Person Ihnen eine Visitenkarte überreicht, ist dies noch keine Erlaubnis ihr zukünftig regelmässig den eigenen Firmennewsletter zukommen zu lassen.  Auch wenn Sie sich daran zu erinnern glauben, der Adressbesitzer hätte Ihnen abends an der Messe -bar die Erlaubnis zusammen mit den “Du” angeboten, beweisen können Sie es nicht, wenn der Erlaubende sich nicht mehr daran erinnern will. Aus welchem Grund auch immer. Die beste Vorgehensweise ist es, in einem persönlichen, unaufdringlichen Telefongespräch auf den Nutzen des Newsletters hinzuweisen und den anderen zu bitten, sich in den Newsletter einzutragen oder einen Eintrag zumindest zu bestätigen. Diese Bestätigung sollten Sie per Double-Optin protokollieren. So haben Sie im Streitfalle einen rechtskräftigen Beweis. Stellen Sie irgendwann einmal fest, dass der Ansprechpartner gewechselt hat, nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt mit der neuen Person auf und erfragen Sie die Umstände. Ist der “alte Bekannte” nur kurzzeitig abwesend, vielleicht wegen Urlaub oder Krankheit, und der Neue nur Vertreter oder hat man ab jetzt immer mit diesem das Vergnügen. Ist Letzteres der Fall kann man den Neuen nur beglückwünschen und den Kontakt gleich nutzen, sich, seine Firma und seine Produkte kurz vorzustellen. Vergessen Sie dabei nicht zu erwähnen, dass der Vorgänger Ihren Newsletter schon lange abonniert hatte. Aber, warum sollte im ersteren Falle nicht auch der Vertreter Ihren Newsletter abonnieren? Dann hat man für den Fall der Fälle schon ein zweites Eisen im Feuer. In der nächsten Ausgabe wenden wir uns dann den voreingestellten E-Mails und Follow-Ups, sowie dem Newsletterversand zu.

Ein Gast-Beitrag von Christoph Gruhn [testimonial2 author=“Christoph Gruhn ist klassischer Kaufmann und seit vielen Jahren selbständig. Seit 2008 ist er auch im Internet aktiv. Sein Steckenpferd ist das E-Mail-Marketing. Für das Netzreseller Business Portal bündelt er seine Erfahrungen im professionellen E-Mail-Marketing und erklärt den Lesern in einem ausführlichen Workshop die Grund-
lagen, den Aufbau und die Ziele einer erfolgreichen E-Mail-Marketing-Strategie.“ + pic=“https://www.internetunternehmerakademie.de/wp-content/uploads/christoph-gruhn.png“][/testimonial2]

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