Haben Sie wirklich die Kontrolle über Ihr Business? Der 5-Punkte-Plan für den Aufbau eines unabhängigen und souveränen Internet-Unternehmens

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Oder haben das schon längst andere, ohne dass Sie es ahnen? Anders gefragt:

Besitzt Ihr Unternehmen digitale Souveränität?

Im letzten Artikel habe ich darauf hingewiesen, wie schnell man in finanzielle Schwierigkeiten kommen kann, wenn man sich zu sehr abhängig macht von einem oder wenigen Anbietern. Das ist keine wirklich schöne Vorstellung. Heute möchte ich Ihnen deshalb zeigen, wie Sie die Kontrolle über Ihre Daten (und damit über Ihr Unternehmen) behalten – oder wiedererlangen. Stichwort: Digitale Souveränität.

Souveränität wird definiert als „völlige Unabhängigkeit und Selbstverwaltung“. Und digitale Souveränität umschreibt die Fähigkeit, die Daten, Hardware und Software, auf die Sie sich verlassen, zu besitzen und zu kontrollieren.

  • Ist Ihr Online-Geschäft so stark von externen Anbietern abhängig, dass Ihr Unternehmen schließen müsste, wenn einer Ihrer Dienstleister ausfallen würde?

oder

  • Ist Ihr Unternehmen so aufgestellt, dass es größere Ausfälle, wirtschaftliche Abschwünge oder Kontokündigungen überstehen kann?

Nur letzteres ist echte digitale Souveränität. Diese zu besitzen, bedeutet für uns als Internet-Unternehmer:innen

  • dass WIR die Kontrolle über unsere Daten, Aufzeichnungen und die Software haben, die unser Unternehmen am Laufen halten
  • und wir dadurch verhindern, dass ein anderes Unternehmen die Kontrolle darüber übernimmt, z. B: indem es einfach so den Zugang zu Daten sperrt, diese entfernt oder sogar (an die Konkurrenz) weiterverkauft.

Mit diesem Artikel möchte ich Sie nicht nur für dieses wichtige Thema sensibilisieren, sondern auch konkrete Tipps und Empfehlungen geben, wie Sie Ihr Unternehmen auf eine autarke Basis ohne gefährliche Abhängigkeit von externen Anbietern stellen können.

Verschiedene Formen digitaler Abhängigkeit

Leider ist das Internet immer zentralisierter (monopolisierter) geworden. Einige wenige Großkonzerne haben sich an die Spitze gesetzt und beherrschen weite Teile des Internets. Konkurrenz wird im Keim erstickt, indem man junge, innovative Unternehmen aufkauft oder deren kreative Geschäftsideen einfach schamlos kopiert und seine Monopolstellung dazu nutzt, andere aus dem Markt zu drängen.

Mit den SEO-Analyse und -Optimierungsagenturen ist eine ganze Industrie entstanden, nur um jede Bewegung von Google zu beobachten, weil Google die Macht hat mit einem Fingerschnipp ganze Unternehmen kaputt zu machen.

Facebook kontrolliert einen so hohen Prozentsatz des sozialen Datenverkehrs, dass viele Medienunternehmen ihre gesamte Inhaltsstrategie darauf ausrichten, Facebook bloß nicht zu verärgern und schlimmstenfalls eine Account-Sperre zu riskieren.

Den Internet-Nutzer:innen werden meterlange, hochkomplexe, für jeden Nichtjuristen völlig unverständliche Nutzungsbedingungen präsentiert. Die meisten machen sich nicht einmal mehr die Mühe das zu lesen, scrollen stattdessen schnell nach unten und klicken – einfach, kurz und schmerzlos – auf „Zustimmen“, ohne auch nur zu ahnen, auf was sie sich da einlassen, wie viel digitale Souveränität sie freiwillig (und oft auch unwiederbringlich) abgeben.

Immer mehr Internet-Unternehmer:innen nutzen und verlassen sich für große Teile ihrer Geschäftstätigkeit auf gehostete Dienste von Drittanbietern.

Das ist eine Menge Vertrauen in externe Unternehmen, auf deren Entscheidungen und Aktivitäten man absolut keinen Einfluss hat.

Einige der häufigsten Dinge, die in eine ungesunde Abhängigkeit führen, sind:

  • Der einseitige Fokus auf den Aufbau von Communities auf Plattformen von Drittanbietern (wie Facebook, Twitter, TikTok usw.). Diese Plattformen sind sicherlich wichtig für die Veröffentlichung von Inhalten, aber es werden auch häufig und (zumindest aus Sicht des betroffenen Nutzers) willkürlich Konten und Accounts gesperrt oder gelöscht.
  • Primärer Fokus auf Vertriebskanäle wie Youtube und andere großen Plattformen, jedoch ohne eigene Medien bzw. Kanäle aufzubauen. Zunehmend wird von Publishern berichtet, deren Youtube-Kanäle ohne Vorwarnung gebannt und deren Kundendaten damit quasi auf Null gesetzt wurden, weil sie keine eigenen Kontaktlisten aufgebaut und nur auf YouTube-Abonnenten gesetzt haben .
  • Sein gesamtes Unternehmen über einen gehosteten „All-in-One“-Dienst für Landingpages, Funnel, Kurse und Mitglieder-Community zu führen. An diesen Diensten ist nichts Schlechtes, sie werden jedoch zu 100 % von einem externen Unternehmen bereitgestellt (und kontrolliert).
  • Verwendung von externen E-Mail-Hosting-Anbietern, jedoch ohne Backups auf eigenem Server. Die meisten Unternehmen setzen auf Drittanbieter, um ihre E-Mail-Listen zu verwalten, und daran ist nichts auszusetzen. Aber: Die meisten Nutzer vertrauen diesen Anbietern komplett und erstellen keine eigenen Backups.
  • Traffic-Akquisition ausschließlich über ein oder zwei große Netzwerke und keine strategische Streuung von Inhalten. Sicher, Sie können über Google Ads oder Facebook-Anzeigen bezahlten Traffic schalten, aber was ist, wenn Sie fast vollständig darauf angewiesen sind? Haben Sie Ressourcen (E-Mail-Liste) aufgebaut, mit denen Sie Traffic und Leads generieren können, ohne dafür zu bezahlen?
  • Sind Ihre finanziellen Reserven so knapp bemessen, dass Sie (immer wieder) auf den nächsten Verkauf oder Launch angewiesen sind ohne in der Lage zu sein, eine mögliche Durststrecke zu überstehen?

Nur um das klarzustellen: Damit ist nicht gemeint, Google, Facebook oder andere Drittunternehmen vollständig zu vermeiden. Ein Großteil unserer Zielgruppen hält sich auf diese Plattformen auf und diese sind somit ein wichtiger Kanal für Traffic-Aufbau.

Aber…

haben Sie immer im Hinterkopf: Was wäre wenn? Was ist, wenn ein für Sie existenziell wichtiges Unternehmen beschließt, Ihnen den Boden unter den Füßen wegzuziehn oder es selbst Schiffbruch erleidet? Was machen Sie dann kurz-, mittel – und wenn Sie es noch können – langfristig?

Der 5-Punkte-Plan für den Aufbau eines unabhängigen und souveränen Internet-Unternehmens

Indem Sie bestimmte Dinge umsetzen und Ihr Unternehmen auf bestimmte Weise strukturieren, können Sie auch während Sie externe Dienstleister weiterhin nutzen Ihre eigene digitale Souveränität bewahren, weil Sie über Ihre Daten jederzeit frei und unabhängig selbst verfügen.

In einer Checkliste habe ich einige wichtige Aspekte eines unabhängigen Internet-Unternehmens zusammengefasst, die Ihnen bei der Prüfung Ihres eigenen Unternehmens helfen wird.

Ich kann Ihnen ans Herz legen/empfehlen: Nehmen Sie sich die Zeit für eine gründliche und objektive Prüfung!

Mitglieder:innen der InternetUnternehmerAkademie erhalten im Vorlagen-Archiv Zugang zu der umfassenden 72-Punkte-Checkliste "Unternehmens-Unabhängigkeit & Sicherheit". Damit können Sie jeden wichtigen Bereich in Ihrem Unternehmen einer Prüfung unterziehen:

  • Daten & Abwicklungsvorgänge
  • Externe Netzwerke & Plattformen
  • Finanzen
  • Traffic

Um Zugang zu der Checkliste und vielen weiteren wertvollen Ressourcen zu erhalten, melden Sie sich hier an oder registrieren Sie hier ein neues kostenloses Konto.

Punkt 1: Erstellen Sie Ihre eigene Plattform, die von externen Service-Anbietern weitgehend unabhängig ist

Insbesondere für Unternehmer:innen mit wenig Technik-Kenntnissen sind vollständig gehostete Dienste praktisch. Sie versprechen mehr Komfort, mehr Einfachheit und einen Support, an den man sich bei Bedarf wenden kann.

Natürlich ist es auf den ersten Blick einfacher Online-Kurse auf externen Plattformen  zu verkaufen als eine eigene auf WordPress aufzubauen. All-in-One-Anbieter versprechen eine einfach zu bedienende Plattform und alles, was Sie brauchen, an einem Ort. Diese Unternehmen sind in Ordnung und leisten gute Dienste. Aber: Sie begeben sich damit auch in eine ziemlich massive Form der Abhängigkeit von diesen Unternehmen. Darüber hinaus sind die Backup-Optionen bei diesen Unternehmen in vielen Fällen begrenzt, wenn Sie möchten, dass Ihre Daten und Ihr Setup portabel sind.

Aus diesem Grund bin ich eine große Befürworterin davon, auf eigene autarke Lösungen  zu setzen. Dafür verwenden wir und empfehle ich WordPress als Plattform. 

So gut wie alle Funktionen, die externe Anbieter bereitstellen, können Sie direkt in WordPress umsetzen. In vielen Fällen sogar besser und mit mehr an die eigenen Bedürfnisse angepasster Flexibilität und dank zahlreicher Plugins sogar komplett ohne Programmierkenntnisse. Und selbst wenn diese erforderlich sein sollten, findet man – auch mit kleinem Budget – eine Vielzahl an auf WordPress/PHP-spezialisierte Programmierer:innen.

Der klare Vorteil hierbei ist: Sie besitzen Ihre eigene Plattform und sind nicht zu 100 % auf ein externes Unternehmen angewiesen = Sie behalten Ihre digitale Souveränität.

Wenn Sie regelmäßig ein Backup machen, sind Sie auf der sicheren Seite. Selbst wenn Ihr Webhoster offline geht (was bei der Auswahl eines guten Hosters allerdings sehr unwahrscheinlich ist), haben Sie ein Backup Ihrer Webseite, das Sie bei einem anderen Webhoster wieder hochladen können um genau dort weiterzumachen, wo Sie aufgehört haben.

Ist es nicht komplizierter eine eigene Plattform zu bauen, anstatt das Ganze einfach einem Dienstleister zu überlassen und bequem die monatliche Rechnung zu zahlen? Sicher. Aber meiner Meinung nach ist dies der einzige Weg, um ein souveränes Internet-Unternehmen aufzubauen.

Punkt 2: Bauen Sie Ihre eigene Community auf Ihrer eigenen selbstgehosteten Plattform auf

Natürlich möchten wir alle, dass unsere wertvollen Inhalte von so vielen Menschen aus unserer Zielgruppe wie möglich gesehen (und geteilt) werden für mehr …

  • Youtube-Abonnenten
  • Follower auf  LinkedIn, Twitter, Instagram oder TikTok
  • Fans und Likes auf Facebook
  • u.s.w.

Das ist auch gut und richtig, aber wie zuvor beschrieben, sollte man sich niemals vollständig von diesen Plattformen abhängig machen.

Man hört immer wieder von Unternehmer:innen, deren Konto sozusagen über Nacht gekündigt wurde. Eines Morgens standen sie auf und ihr Kanal war gesperrt, ohne dass ihnen ein konkreter Grund genannt wurde und bei Google hat sich niemand für ihr Problem zuständig gefühlt.

Viele von diesen Unternehmer:innen hatten jahrelang viel Mühe, Zeit und Geld in ihren Youtube-Kanal gesteckt, tausende Abonnenten gewonnen – aber nicht parallel auch in den Aufbau einer eigenen, unabhängigen Community investiert. Und schon gar nicht auf einer eigenen Plattform, die einzig und allein ihnen gehört und niemals willkürlich von Fremdfirmen gesperrt oder gelöscht werden kann.

Eine plötzliche Sperre ist der Super-Gau für Unternehmer:innen, die (fast) ausschließlich auf eine einzige Plattform gesetzt haben, zu der sie nun plötzlich keinen Zugang mehr haben.

Und das passiert viel häufiger als Sie denken! Seitdem die Monopolisten immer öfter für Hass, Fake -News und Manipulation auf ihren Plattformen direkt verantwortlich gemacht werden, versuchen sie dem gegenzusteuern und ändern Nutzungsbedingungen und Algorithmen fast im Wochentakt. Was heute noch legal war, kann schon morgen verboten sein. Niemand sagt einem vorher Bescheid. Meist erfährt man erst in dem Moment, wenn das Konto gesperrt wird, dass man (möglicherweise) gegen etwas verstoßen hat. Doch dann ist es oft zu spät, weil die Aufhebung einer solchen Sperre mindestens wochen-,  meist monate- aber manchmal auch jahrelang dauern kann, wenn es denn überhaupt gelingt.

Die einzige Lösung sich dagegen aktiv zu schützen, besteht darin, Ihre eigene Plattform für Ihre Inhalte zu erstellen, die Ihnen komplett selbst gehört.

Das bedeutet nicht, dass Sie die großen Netzwerke überhaupt nicht nutzen sollten. Youtube und die anderen Social-Media-Plattformen sind und bleiben extrem wichtig.

Allerdings sollte man vorbereitet sein.

  • Wenn Sie Videos auf Youtube posten, stellen Sie sicher, dass Sie sie von Original-Videos ein Backup an einem sicheren Ort haben. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sie gleichzeitig in einem anderen Netzwerk wie z.B. Vimeo zu posten mit dem angenehmen Nebeneffekt einer höheren Zielgruppen-Reichweite .
  • Wenn Sie eine Gruppe oder ein Forum für Ihre Community aufbauen wollen, setzen Sie das auf Ihrer eigenen Website um. Wir nutzen für den Mitglieder-Bereich der InternetUnternehmerAkademie Buddyboss (WordPress-Plugin/Theme) und damit ist der Aufbau einer Facebook-ähnlichen Community wirklich einfach. Wenn Sie dagegen ausschließlich auf Facebook für Mitgliedergruppen setzten, bedeutet das, dass Ihre Community von den Launen von Facebook abhängig ist und sich zudem nicht in Ihrem eigenen Umfeld befindet.
  • Für JEDEN Inhalt, den Sie auf Websites von Drittanbietern veröffentlichen, sollte es Ihr Ziel sein, den Traffic auf Ihre Plattform zu leiten und Kunden und Interessenten letztendlich in Ihre eigene E-Mail-Liste zu bringen. Ihre E-Mail-Liste ist Ihr Eigentum. Die kontrollieren Sie selbst. Sie ist Ihr wichtigstes Kapital!

Jedes Mal, wenn Sie Inhalte auf fremden Plattformen veröffentlichen, sorgen Sie gleichzeitig dafür, dass ALLE Wege auch zu der Plattform führen, die Ihnen gehört und die Sie selbst kontrollieren.

Punkt 3: Machen Sie Ihr Unternehmen nicht von wiederkehrenden Rechnungen abhängig

Dies ist eng mit Punkt 1 verbunden, in dem es darum geht, keine „All-in-One“-Plattformen zu verwenden. Man kann das aber auch noch auf weitere Services ausdehnen, von denen die technische Infrastruktur Ihrer Plattform abhängig ist.

Viele Software-Services zahlt man im Abo mit einer jährlichen oder monatlich wiederkehrenden Rechnung. Das ist ganz normal und daran ist absolut nichts auszusetzen. Aber…

Sie sind zu 100 % auf diese Unternehmen angewiesen, die nur liefern, wenn sie immer pünktlich zahlen!

Was passiert, wenn eines dieser Unternehmen beschließt, seine Preise von heute auf morgen deutlich zu erhöhen? Würde Sie das finanziell in die Bredouille bringen, weil Sie von den Dienstleistungen abhängen, sich aber auch keinen schnellen Umzug leisten können?

Das ist der eigentliche Knackpunkt: Wenn Sie sich vollständig auf ein externes Unternehmen verlassen, das eine wiederkehrende Gebühr erhebt, haben Sie Ihre Ausgaben nicht vollständig unter Kontrolle. Zudem machen die meisten dieser Unternehmen einen Wechsel zu einem anderen Anbieter so kompliziert, dass dieser nur mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand durchgeführt werden kann.

Deshalb einige Dinge, die Sie beachten sollten:

  • Versuchen Sie zu vermeiden, von einem Dienst so abhängig zu sein, dass ein schneller Wechsel zu aufwändig wäre.
  • Wenn Sie Dienste von Drittanbietern verwenden, erstellen Sie regelmäßig Backups von allem, was Sie können. Verlassen Sie sich nicht auf deren Backups. Besser sind immer Backups, die Sie physisch auf Ihren eigenen Computer herunterladen können.
  • Obwohl viele der guten WordPress-Plugins wiederkehrende Gebühren haben, verwenden diese Plugins fast immer die GPL-Lizenz. Technisch gesehen zahlen Sie für Updates und Support und nicht für den Zugriff auf das Plugin. Wenn Sie aufhören zu bezahlen, würde Ihre Plattform immer noch funktionieren.

Der letzte dieser Punkte verdient ein wenig mehr Aufmerksamkeit…

Die meisten kostenpflichtigen WordPress-Plugins funktionieren weiterhin einwandfrei, wenn Sie sich entscheiden, die Zahlung an den Anbieter einzustellen. Der Code befindet sich auf IHREM Server und die Anbieter können ihn nicht nachträglich löschen oder sperren. Nicht nur das, WordPress ist eine GPL-Welt und alles ist Open Source.

Einen Nachteil allerdings will ich Ihnen nicht verschweigen: Wenn Sie aufhören für Updates und Support zu zahlen, erhalten Sie logischerweise auch keine Sicherheitsupdates mehr. Aber Sie haben, nachdem Sie die Zahlungen eingestellt haben, immer ausreichend Zeit, sich nach einem gleichwertigen oder gar besseren Ersatz umzusehen, während Ihr Business weiterläuft wie immer.

Grundsätzlich gilt: An wiederkehrenden Abonnements ist nichts auszusetzen. Stellen Sie nur sicher, dass Sie von einem Service, für den Sie regelmäßig zahlen müssen, nicht für alle Zeit abhängig werden.

Punkt 4: Sichern, Sichern, Sichern

Jeder weiß, dass man seine Passwörter regelmäßig ändern und seine Daten regelmäßig sichern sollte. Aber mal ehrlich: Machen Sie das auch wirklich?

Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass der Dienstleister alles erledigt. So ziemlich alle Hosting-Provider führen tägliche Site-Backups durch, aber diese Backups sind immer noch bei denen auf dem Server.

Andere Frage: Wann haben Sie Ihre E-Mail-Liste das letzte Mal gesichert? Die meisten Dienste bieten einen CSV-Export der Liste, dieser ist jedoch nicht automatisiert. Das bedeutet, dass sich Ihr wichtigstes Gut vollständig in der Cloud befindet, die von einem anderen Unternehmen kontrolliert wird – und Sie nichts in der Hand haben, falls etwas passiert.

Es gibt allerdings einfache Lösungen:

  • Führen Sie immer und routinemäßig Backups durch UND
  • speichern sie die Backups an mehreren Orten (und einer dieser Orte sollte Ihr eigener Computer sein)!

Wir verwenden für den Mitglieder-Bereich und die Website der InternetUnternehmerAkademie das WordPress-Plugin UpDraftPlus , um die gesamte WordPress-Site automatisch zu sichern einschließlich aller Mitgliedskonten, E-Mail-Abonnements, Abonnements, Blogbeiträge, Kurse, u.s.w. … alles ist in diesem Backup enthalten.

Da die meisten Leute immer noch E-Mail-Listen-Hosts von Drittanbietern verwenden, ist es absolut wichtig, dass Sie es sich zur Routine machen, regelmäßig in Ihr Konto zu gehen und einen CSV-Export Ihrer Liste herunterzuladen. Auf diese Weise haben Sie im schlimmsten Fall zumindest Ihre Liste im CSV-Format und könnten sie bei einem anderen Anbieter hochladen.

Vergessen Sie niemals Backups zu machen!

Im Online-Geschäft ist unser Firmenvermögen – abgesehen von der Hardware und der Büroeinrichtung – größtenteils digital. Es besteht aus Daten. Nur: Diese Daten widerum existieren in der physischen Welt auf fremden Festplatten in fremden “absolut unsinkbaren” Rechenzentren. Aber manchmal passiert eben das für unmöglich gehaltene (Titanic)! Lassen Sie also niemals zu, dass Ihr Unternehmen durch einen Eisberg (z. B. Geräteausfall oder einen Hackerangriff) in einem Rechenzentrum untergeht, nur weil Ihre Backups zu 100 % von einem Drittanbieter gehostet werden. Und sagen Sie dann nicht, ich hätte Sie nicht vor dem Eisberg gewarnt! :-)

Punkt 5: Bauen Sie langfristige, eigene Traffic-produzierende Inhalte auf

Das Generieren von bezahltem Traffic durch Werbeanzeigen und ähnliches ist immer eine Möglichkeit, Besucher auf Ihre Webseiten und in Ihre Verkaufstrichter zu leiten. Nur wie ich bereits oben beschrieben habe, man kann sich leider nicht darauf  verlassen, dass bezahlte Anzeigen eine dauerhaft zuverlässige Traffic-Quelle bleiben.

Aber was uns die Möglichkeit gibt selbst Traffic zu generieren, der sogar völlig kostenlos ist, ist u.a. dieser Blog. Jeder Blogbeitrag, jedes Video, jede Podcast-Episode oder was auch immer es sein mag, ist Teil Ihres Firmenvermögens. Betrachten Sie es jedes Mal als Mehrung Ihres Firmenvermögens, wenn Sie einen Inhalt produzieren.

Aus einem einmal erstellten Inhalt kann man – oft sogar jahrelang – Gewinne erzielen, wenn man ihn strategisch gezielt einsetzt. So kann aus einer einmaligen Investition eine dauerhafte Geldquelle machen. Das steigert den Return on Investment (ROI) oft exponential.

Sie maximieren den ROI, indem Sie:

  • Ihre Inhalte von Anfang an für die organische Suche optimieren und somit den organischen (in der Folge unbezahlten) Traffic weiter steigern
  • Call-to-Actions (Handlungsaufforderungen) auf Ihre kostenlosen Angebote einbinden (bei mehreren Zielgruppen thematisch jeweils passend), um Ihre interne Community aufzubauen (z. B. E-Mail-Liste)
  • Zeit damit verbringen, für Ihre Inhalte zu werben und Backlinks aufzubauen
  • alle relevanten Inhalte routinemäßig aktualisieren und regelmäßige Content-Upgrades durchführen

Auch dies umfasst Ihre digitale Souveränität: Dass Sie über Traffic- und Conversion-Assets verfügen, die Sie besitzen und die tatsächlich dauerhaft für Sie arbeiten.

Das bedeutet, dass Sie einen stetigen Besucher-Strom erhalten, ohne unbedingt dafür bezahlen zu müssen. Wird eines Ihrer Werbekonto plötzlich geschlossen, ist dies eine Unannehmlichkeit, aber kein Super-Gau.

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